Main-Tauber

Evangelische Kirche Digitale Ersatzlösungen angesichts geschlossener Gotteshäuser

Neue Wege in Zeiten von Corona

Main-Tauber-Kreis.Keine Gottesdienste mehr gibt es in der evangelischen Landeskirche von Württemberg in den nächsten Wochen – auch nicht an Ostern. Mehrere Pfarrer bieten inzwischen digitale Ersatzlösungen dafür an.

„Der Oberkirchenrat setzt Gottesdienste bis auf weiteres aus. Auch in der Karwoche und an Ostern wird das Evangelium nicht im Predigtgottesdienst der Gemeinde verkündet“. So lautet die aktuelle Anweisung aus Stuttgart.

In anderer Form solle die Gemeinde am Gottesdienst teilnehmen, etwa in Hörfunk und Fernsehen oder im Internet. Zwei Pfarrer des Weikersheimer Kirchenbezirks machen dazu bereits Angebote, weitere sind zu erwarten.

Gottesdienst für „zu Hause“

Der Elpersheimer Pfarrer Horst-Frithjof Tschampel bietet für jeden Sonntag einen „Gottesdienst für zu Hause“ an. Er enthält eine Kurzpredigt zum Predigttext des jeweiligen Sonntags sowie Gebetsvorschläge. Per Mail bekommen kann ihn jeder, der ihm unter Pfarramt.Elpersheim@elkw.de bestellt. Pfarrer Uwe Krauß, Igersheim, schreibt auf der Internetseite seiner Kirchengemeinde Igersheim jeden Tag eine Andacht zu einem Passionslied aus dem Gesangbuch. Einen Link zu beiden Angeboten findet man auf der Homepage des Kirchenbezirks unter www.kirchenbezirk-weikersheim.de. Dort stehen auch weitere überregionale Online-Angebote. Wie die evangelische Landeskirche von Württemberg außerdem bekanntgab, würden die Konfirmationstage im April und Mai aufgehoben. Die Kirchengemeinderäte könnten selbst festlegen, welches die für sie geeigneten Ersatztermine sind.

Nur im engsten Familienkreis

Nach dem Stand vom Donnerstag dieser Woche sei davon auszugehen, dass Zusammenkünfte in Kirchen bis zum 15. Juni durch die Corona-Verordnung des Landes verboten seien. Beerdigungen seien nur unter freiem Himmel zulässig und nur dann, wenn sie im allerengsten Familienkreis abgehalten werden. Es dürften nicht mehr als zehn Personen anwesend sein. Die Kirchen, so die Kirchenleitung, könnten für vereinzelte Besucher geöffnet sein (maximal zehn Personen). Auch hier dürfe es „nicht zu Zusammenkünften kommen“. Gemeindehäuser und Gemeindezentren seien zunächst bis zum 19. März geschlossen.

Die Pfarrämter seien ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen, Kontakt zur Pfarrerin oder zum Pfarrer solle man telefonisch oder per Mail aufnehmen peka