Main-Tauber

Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ Aufschlussreiche Arbeitssitzung mit Dr. Sabine Münch, Lehrbeauftragte an der Fernhochschule Hamburg

Neue Strategien und Unterkunftsformen

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Arbeitssitzung des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“ informierte unter anderem über neue Unterkunftsformen und Vermarktungsstrategien im Tourismus. Als Referentin hatte der Tourismusverband Dr. Sabine Münch, Lehrbeauftragte an der Fernhochschule Hamburg, gewinnen können. Sie wies auf die digitalen Vertriebswege und die Neuausrichtung von touristischen Unterkünften hin.

Bestens informiert

Sabine Münch lebt im Taubertal und ist deshalb über die bestehenden Strukturen des touristischen Gästeangebotes und auch über die Arbeit des Tourismusverbandes mit seinen Mitgliedskommune bestens informiert. In einem komprimierten Vortrag ging sie auf die digitalen Vertriebswege ein.

Sie führte aus, dass die digitalen Vermarktungswege boomen. Der Internetanbieter „Booking.com“ ist hierbei der größte Anbieter und kann auf einen Marktanteil von über 30 Prozent verweisen.

In diesem Zusammenhang wurde auf das Onlinebuchungssystem der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ eingegangen. Dieses Onlinebuchungssystem unterliegt einer Channelmanagement-Organisation. „Booking.com“ ist hierbei einer der Vertriebswege. In dieses Managementorganisationssystem sind aber darüber hinaus weitere digitale Buchungsplattformen eingebunden.

„Ich appelliere deshalb noch einmal an die touristischen Unterkunftsanbieter, sich diesem Onlinebuchungssystem anzuschließen“, ergänzte Geschäftsführer Jochen Müssig.

Chancen für das Taubertal

Referentin Münch führte aus, dass sich auch im Bereich der Übernachtungsangebote sehr viel tut. So sei bei den Kettenhotels in den größeren Städten und Gemeinden inzwischen ein gewisser Sättigungsgrad erreicht.

Kleinere und auch neue Hotelketten haben inzwischen erkannt, dass im ländlichen Raum und in kleineren Städten und Gemeinden Übernachtungserfolge erzielt werden können.

Wurde bisher die Grenze bei 25 000 Einwohnern pro Stadt und mehr gezogen, geht dieser Trend nun auch zu noch kleineren Kommunen. Dies bietet Chancen für das „Liebliche Taubertal“.

Caravaning und Social Travelling

Geändert hat sich auch das Reisen und das hierdurch erforderliche Unterkunftsangebot. So gehe der Trend zum individualisierten Reisen weiter. Dazu passen beispielsweise das Caravaning und das Social Travelling.

Das Caravaning ist längst im „Lieblichen Taubertal“ angekommen. „Über die Sommermonate und auch im Herbst sind unsere Wohnmobilstellplätze alle gut belegt“, bestätigte Geschäftsführer Jochen Müssig. Beim Social Traveling werden über die Internetanbieter private Wohnungen untereinander getauscht.

Als neue Unterkunftsform werden inzwischen auch Designunterkünfte über Instagram sowie Ferienwohnungen und Ferienhäuser vermarktet.

Über diese neuen Angebote berichten immer öfters Influencer und Blogger. „Es ist deshalb ein Anliegen des Tourismusverbandes“, so Geschäftsführer Müssig, „neben dem klassischen Reisejournalist ergänzend Influencer und Blogger für das Taubertal zu begeistern“.

Dies ist bereits 2019 und 2020 gelungen und wird auch künftig fortgesetzt.

Als neue und besondere Unterkünfte verwies Dr. Sabine Münch abschließend auf Glamping und Baumwohnhäuser. Beim Glamping handelt es sich um qualitäts- und anspruchsvolles Camping in einer mobilen, aber dennoch festen Unterkunft.

Ladestationen wichtig

Last but not least werden beim individuellen Reisen die Angebote hinsichtlich Ökologie, Ökonomie und Soziales geprüft. Heute wird deshalb erwartet, dass ein Pedelec oder ein E-Auto im Urlaubsort gemietet werden kann. Somit müssen auch Ladestationen geschaffen sein.

Eine Veränderung im Reiseverhalten hat sich auch durch Corona ergeben. Neben den bisher schon wichtigen Aspekten wie Wellness, Naturerlebnis, Regionalität und Nachhaltigkeit – beispielsweise mit einem Angebot an regionalen Produkten – sei inzwischen der Aspekt „Sicherheit“ ganz nach vorne gerückt.

Gäste würden in die Regionen reisen, die hinsichtlich der Sicherheit gute Bewertungen – beispielsweise durch ein geringes Infektionsgeschehen in Coronazeiten – aufweisen können.

Informationen zur Ferienlandschaft mit den bereits geschaffenen besonderen Unterkunftsmöglichkeiten wie Übernachtung im Weinfass, in Bikelodges, im Schäferkarren sowie in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Privatzimmern gibt es beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/825805 und -5806, E-Mail touristik@liebliches-taubertal.de.