Main-Tauber

Land Ein wesentlicher Beitrag für Nachhaltigkeit, Tourismus und Gesundheit / Auch der Main-Tauber-Kreis profitiert

Mehr Förderung für den Radverkehr

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis/Stuttgart.Das Land Baden-Württemberg steigert den Förderrahmen für den Radwegebau in Städten und Gemeinden deutlich. Bauvorhaben im Bereich Rad- und Fußverkehr sind in diesem Jahr mit einer Förderhöhe von 58 Millionen Euro in das Landesförderprogramm aufgenommen. 2019 waren es 30 Millionen Euro, 2018 18 Millionen Euro.

Größtes Programm

„Das ist das bisher größte Förderprogramm für kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg. Mit dieser umfangreichen Programmaufnahme heben wir die Radverkehrspolitik in diesem Jahr auf ein neues Niveau“, sagte der Landtagsabgeordnete für den Main-Tauber-Kreis und CDU-Fraktionsvorsitzende, Professor Dr. Wolfgang Reinhart, am Montag. Das zentrale Instrument des Landes für Zukunftsinvestitionen in kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sei das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG).

„Das Fahrrad nicht nur als klimaschonendes Mobilitätsmittel, sondern auch vor dem Hintergrund der Gesundheitsförderung sowie der Wertigkeit für den heimischen Tourismus hat für uns im Taubertal eine hohe Bedeutung. Jetzt stellen wir die Weichen, um den Radverkehr auf eine nächste Stufe zu heben“, so der Abgeordnete Dr. Reinhart.

„Das Ziel des Landes ist, den Radverkehr weiter zu stärken und attraktiver zu machen“, erklärt Reinhart.

Das zentrale Instrument des Landes Baden-Württemberg für Zukunftsinvestitionen in kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sei das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). In das Ende April veröffentlichte Landesförderprogramm für den Bereich Rad- und Fußverkehr habe man Bauvorhaben mit einer Förderhöhe von etwa 58 Millionen Euro neu aufgenommen.

Damit ist es das bisher größte Förderprogramm für kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg.

Um den Bedarf für den künftigen Ausbau genauer zu ermitteln, habe das Verkehrsministerium den Auftrag für einen Bedarfsplan für Radwege an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg vergeben. „Dabei wird der Bedarf für Radwege an Bundes- und Landesstraßen systematisch erfasst, anschließend priorisiert und so die Weichen für eine gesamtheitliche Betrachtung des Radwegebaus in Baden-Württemberg gestellt. Hierfür ist mit der Vergabe der Leistung der erste Meilenstein für den Ausbau durchgängiger Radverkehrsnetze an Bundes- und Landesstraßen geschafft“, so Reinhart.

Beim Radwegebau an Bundes- und Landesstraßen wurden im vergangen Jahr 34 Maßnahmen fertiggestellt. In den vergangenen Jahren hat das Land auch den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen beschleunigt und dabei ebenfalls die Mittel erhöht von 15 Millionen Euro 2017 auf 28 Millionen Euro in 2020.

Machbarkeitsstudien

Für 50 Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg mit einer Gesamtlänge von 1000 Kilometern wurden bereits die Machbarkeitsstudien erstellt und zum Teil die Vor- und Entwurfsplanung begonnen. Ein erster kommunaler Streckenabschnitt ist fertig.

Nachdem 2019 der Radweg Bad Mergentheim-Edelfingen in der Förderung war, sind im neuen Programm für 2020 weitere Projekte vorgesehen, für welche sich Reinhart in Stuttgart auch eingesetzt hatte.

Anstehende Radwegmaßnahmen an Bundesstraßen ab 2020 sind dabei: Der Ersatzneubau Johannissteg inklusive Sanierung Radweg im Kurpark Bad Mergentheim (0,5 Millionen Euro Kosten), der Radwegausbau und Querungen sowie Umbau in Königheim, B 27 und K 2891 (0,31 Millionen Euro Kosten) sowie an der B292 der Radweg in Lauda-Königshofen mit 20 000 Euro Kosten.

Eine anstehende Radwegmaßnahme an Landesstraßen ab 2020 ist ferner die L2251 Igersheim-Markelsheim auf einer Gesamtlänge von 0,7 Kilometer im Maßnahmenprogramm des Landes.

„Mit unserem 5-Sterne-Radweg im Taubertal bieten wir allen Einheimischen, aber auch Touristen die perfekte Möglichkeit, unsere Landschaft mit dem Rad zu erleben. Dabei stellt der Ausbau an Radwegen einen wichtigen Beitrag für die Infrastruktur dar“, unterstreicht Reinhart.

Ihm sei es gerade mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie ein weiteres Anliegen, für Urlaub in der Heimat zu werben. Dabei stellen die weiteren Maßnahmen im Landkreis eine gute Ergänzung des Angebotes dar. pm