Main-Tauber

Landessynode Evangelische Christen Württembergs wählten ihr Landesparlament

Martina Klärle wieder im Gremium

Weikersheim.Die nördliche Spitze der württembergischen evangelischen Landeskirche bildet der Kirchenbezirk Weikersheim. Auch hier wurden am Sonntag die Abgeordneten des Kirchenparlaments neu gewählt.

Ausschließlich in Württemberg gibt es die Urwahl zur „Landessynode“ – überall sonst in Deutschland werden die Synodalen indirekt durch die Kirchengemeinderäte gewählt. Der hiesige Wahlkreis umfasst drei Kirchenbezirks und reicht damit von Creglingen bis Crailsheim.

Hier kamen zwei Bewerber mit guten Kenntnissen des Taubergrunds zum Zug: Prof. Dr. Martina Klärle (9387 Stimmen) lebt in ihrer Heimatgemeinde Schäftersheim und der Blaufelder Dekan Siegfried Jahn (7281 Stimmen) war drei Jahre lang Pfarrer von Waldmannshofen und Sechselbach. Beide waren schon bisher Mitglieder der Landessynode. Neu wurde gewählt Dr. Markus Ehrmann aus Rot am See-Herbertshausen (14127 Stimmen). Nicht gewählt wurden: Christiane Pappenscheller-Simon, Crailsheim (6551 Stimmen), Pfarrer und Oberstudienrat Peter Gansky, Crailsheim (4226 Stimmen) und Pfarrer Matthias Widmayer, Bad Mergentheim (3976 Stimmen).

Martina Klärle („Offene Kirche“) freut sich im Gespräch mit unserer Zeitung darüber, dass „ich nun mit meinen Themen wie zum Beispiel dem Klimaschutz als Interpretation zur Wahrung der Schöpfung mitreden und mitsteuern kann“. Sie werde „nicht aufhören, die Kirche wachzurütteln“. Die Pfarrer müssten „weg von der Verwaltung hin zum Menschen, dafür sind sie da“. Auch der „Schulterschluss mit der katholischen Kirche“ sei ihr wichtig.

Dr. Markus Ehrmann („Lebendige Gemeinde“) freut mich schon sehr auf die neue Aufgabe. Er hoffe, dazu beitragen zu können, „die Kirche weiterzuentwickeln, damit sie ein Ort wird und bleibt, an dem die befreiende Botschaft von Jesus Christus verkündigt wird“. Vor allem müsse Kirche „an die Orte gehen, an denen die Menschen leben“. So wolle er sich dafür einetzten, dass „neue Ideen von Kirche unterstützt werden und wieder mehr junge Menschen sagen: Das ist meine Kirche“.

Dekan Siegfried Jahn („Lebendige Gemeinde“) möchte sich „für unsere Kirchengemeinden auf dem Land einsetzen und die Gemeinden als Basis der Landeskirche stärken“. Das Evangelium von Jesus Christus müsse im Reden und Handeln des Kirche stets im Mittelpunkt stehen. Herausragendes Thema werde für die Vertreter seines Gesprächskreises die Familienarbeit sein. Familien seien vor zahlreiche Herausforderungen gestellt und es werde „darauf ankommen, wie Kirche für Familien und Singles zum Ort der Begegnung werden kann. Leben und Glauben gehörten zusammen. peka