Main-Tauber

Tauberbahn Beteiligung an Kosten für Machbarkeitsstudie zu Verbesserungsmöglichkeiten

Land unterstützt weiteren Ausbau der Bahnhöfe und Angebote

Main-Tauber-Kreis.„Die weitere Unterstützung der Bahnstationen an der Tauberbahn wird auch künftig vom Land unterstützt. Über diese finanzielle Unterstützung freue ich mich sehr“, so der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Wolfgang Reinhart. Der Kreistag des Main-Tauber-Kreises hat bereits 2015 beschlossen, sich an der Sanierung der zehn Haltestationen in Reicholzheim, Kloster Bronnbach, Niklashausen, Hochhausen, Dittigheim, Distelhausen, Edelfingen, Elpersheim, Igersheim und Laudenbach finanziell zu beteiligen.

Bereits seit 2016 wurden unter Kostenbeteiligung des Main-Tauber-Kreises und der betroffenen Gemeinden sechs Stationen modernisiert und barrierefrei ausgebaut. „In weiteren Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg ist es insbesondere der Westfrankenbahn zwischenzeitlich gelungen, die Modernisierung der weiteren Stationen in Hochhausen sowie Dittigheim (in 2021) sowie Edelfingen und Elpersheim (in 2022) in die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern aufzunehmen“, so Reinhart. Somit entfallen für diese Stationen die kommunalen Anteile weitestgehend.

„Ich freue mich sehr, dass damit die weitere Sanierung von Bahnstationen sehr zügig angegangen wird. Dies ist ein wichtiger Faktor auch für die Barrierefreiheit der Bahnhöfe“, so der Abgeordnete.

Ferner hat das Land gemeinsam mit dem Freistaat Bayern in den vergangenen Jahren – teilweise unter kommunaler Initiative und Beteiligung – zahlreiche Verbesserungen auf der Frankenbahn in die Wege geleitet. „Aber es gibt noch einiges zu tun“, unterstreicht Reinhart.

So wurden beispielsweise bei den Regionalexpresszügen zwischen Stuttgart und Würzburg im Dezember 2019 ein durchgängiger Ein-Stunden-Takt verdichtet und gleichzeitig neue Fahrzeuge eingesetzt. Ebenso bedienen die Regionalbahnzüge werktags mit allen Zwischenhalten seitdem alle Stationen zwischen Würzburg und Osterburken.

Mitfinanzierung durch Landkreise

„Hierbei finanzieren auch die beiden Kreise Main-Tauber und Neckar-Odenwald für den Streckenabschnitt von Lauda bis Osterburken anteilig mit“, würdigt Reinhart auch die Landräte und Kreistagsgremien.

Neben Beschleunigungsmaßnahmen auf der Strecke sind nun im Tunnel Wittighausen Begegnung von Güterzügen möglich, womit insgesamt zeitlich weniger Engpässe entstehen.

„Ganz wichtig ist auch die Erneuerung der beiden Bahnstationen Züttlingen und Möckmühl. Dadurch wurde auf dem die Orte verbindenden eingleisigen Streckenabschnitt eine höhere Fahrzeitstabilität erreicht. Aber auch künftig bleibt Züttlingen noch eine Engstelle“, so Reinhart. Positiv wertete er „die Sanierungen an den Stationen Lauda, Kirchheim und Gaubüttelbrunn. Daneben werden die Stationen Wittighausen, Grünsfeld, Zimmern und Gerlachsheim bis 2026 modernisiert“, so der Abgeordnete.

Für die Modernisierung der weiteren Stationen zwischen Lauda und Osterburken soll 2021 mit Planungen begonnen werden, um gegebenenfalls eine Fertigstellung bis 2027 zu ermöglichen. Hierfür soll künftig auf Kreisebene eine Machbarkeitsstudie wichtige Erkenntnisse liefern.

„Aber auch in Hinblick auf die umgesetzten und eingeleiteten Maßnahmen leidet die Frankenbahn zwischen Heilbronn und Würzburg weiterhin unter zahlreichen Infrastrukturengpässen“ – zum Beispiel Eingleisigkeit zwischen Züttlingen und Möckmühl, „die die Leistungsfähigkeit und die Stabilität des Fahrplans beeinträchtigen“, so Reinhart. Außerdem sei die Reisegeschwindigkeit vergleichsweise niedrig.

Der Regionalexpress ist eng in die Knotenpunkte Würzburg, Lauda und Osterburken eingebunden, so dass Störungen schnell zu Anschlussverlusten führen. Auch die Bedienung der Stationen an der Tauberbahn ist teilweise durch zeitliche Engpässe in Lauda (Ein- und Ausfahrt der Züge) eingeschränkt.

„Daher hat die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH vorgeschlagen, eine auf die bereits erfolgten Maßnahmen aufbauende Untersuchung von Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Infrastruktur und Fahrplanstabilität auf der Frankenbahn als Machbarkeitsstudie an ein geeignetes Planungsbüro in Auftrag zu geben“, so Reinhardt. Von den geplanten Kosten von 80 000 Euro trägt das Land einen Anteil von 50 Prozent. pm