Main-Tauber

Brücke Markelsheim

Kosten sind erheblich gestiegen

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Zwei Kostennachträge beim Bau der Markelsheimer Brücke hatte der Verwaltungs- und Finanzausschuss zu billigen, was er letztlich auch einhellig tat. Kontaminiertes Material, das im Zuge des Ersatzneubaus ist, wird von der Firma Boller zum Preis von 42,10 Euro pro Tonne entsorgt. Auf der kreiseigenen Mülldeponie in Dörlesberg wären 50 Euro fällig gewesen. Damit werden die Etsorgungskosten um gut 10 000 Euro reduziert.

Diest nahm Kreisrat Christian Kremer (Freie Wähler) zum Anlass, um die Gebühren auf der Dörlesberger Deponie in Frage zu stellen. In Boxberg hätte mit Teer versetzter Straßenaushub entsorgt werden müssen, was in Dörlesberg rund 50 Euro pro Tonne gekostet hätte. Deshalb sei man auf Dettelbach zum Preis von 20 Euro pro Tonne ausgewichen. Kremer bat, die Dörlesberger Gebühren zu überdenken.

Manfred Schaffert (CDU) monierte, dass der Kostenansatz für die Markelsheimer Brücke bei 3,3 Millionen Euro gelegen habe, beim Beschluss der Vergabe bereits 3,6 Millionen Euro angesetzt waren und jetzt mit 4,3 Millionen Euro gerechnet werde. Das sei eine Million Euro mehr als geplant. Schaffert fragte an, ob dieser Zuwachs dazu führe, dass andere Straßenbauprojekte dann nicht realisiert werden könnten.

Das verneinte der derzeit zuständige Dezernent Werner Rüger. Mehrkosten durch aufwendigere Gründungspfähle im Bereich des Mittelpfeilers, die eine längere Nutzungsdauer der Überquerung sicherten, seien Grund für die Kostensteigerung, ergänzte der Leiter des Straßenbauamtsleiter Markus Metz. Die Mehrkosten könnten allerdings noch im Haushalt 2019 erledigt werden, da sich bei anderen Projekten Verschiebungen ergeben. Konkret werde darüber die Straßenbaukommission befinden. hvb