Main-Tauber

Spendenaktion Schon 2440 Euro eingesammelt

Kampf gegen Leukämie

Main-Tauber-Kreis/Schnelldorf.Tobias Arold aus Schnelldorf hat laut einer eigenen Pressemitteilung vor fünf Jahren seine an Leukämie erkrankte Frau Andrea, die aus dem Main-Tauber-Kreis stammte, verloren. Die Mutter von zwei Kindern starb bereits im Alter von 32 Jahren, weil nicht rechtzeitig ein zu 100 Prozent passender Knochenmarkspender beziehungsweise Stammzellenspender gefunden werden konnte. Seit 2013 arbeitet der Wittwer nun ehrenamtlich für die Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB), indem er regelmäßig dafür wirbt, dass sich möglichst viele Bürger für eine Stammzellenspende typisieren und in die Spenderdatei aufnehmen lassen.

Dazu besucht er regelmäßig Blutspendeaktionen, wo er die Spender darüber aufklärt, dass sie sich mit ihrer Blutprobe auch für die bundesweite Spenderdatei registrieren lassen können. „Mit einem zusätzlichen Röhrchen kann eine Typisierung vorgenommen werden“, weiß Arold. Jeder neue Datensatz, der zunächst anonymisiert abgespeichert werde, erhöhe die Chance einen passenden Spender oder eine Spenderin für die Kranken zu finden.

Ein Kooperationsvertrag zwischen AKB und dem Roten Kreuz garantiere diesen unbürokratischen Weg. Das sei derzeit besonders wichtig, weil coronabedingt kaum Typisierungsaktionen durchgeführt werden könnten.

Allerdings koste jede Typisierung 35 Euro, die nicht von der Krankenkasse erstattet würden, berichtet Arold, der bislang 2440 Euro auf einem Spendenkonto sammeln und an die „Stiftung Knochenmarkspende Bayern AKB“ weiterreichen konnte. Er hofft nun, auf weitere Spenden an diese Einrichtung. pm