Main-Tauber

Anfragen Protest gegen die AfD und Forderung von der Partei waren Thema

Jede Form von Gewalt ablehnen

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Politische Stellungnahmen könne er beim Tagesordnungspunkt „Fragen, Anregungen oder Vorschläge von Kreiseinwohnern zu Angelegenheiten des Landkreises“ nicht vornehmen. Das sagte Landrat Reinhard Frank zur Anfrage von Stefan Heidrich bei der Kreistagssitzung am Mittwoch in Tauberbischofsheim.

Der hatte bei der konstituierenden Sitzung im Mai vor dem Tagungsort Kloster Bronnbach mit einem Schild gestanden, auf dem er sein Unverständnis zum Einzug der AfD in das Kreisparlament bekundete. Nach Erscheinen des Bildes vom friedlich und allein demonstrierenden Stefan Heidrich wurde von AfD-Kreisrätin Dr. Christina Baum ein ihr zugespieltes verfremdetes Bild auf ihrem Facebook-Portal weitergepostet. Das Bild zeigt Stefan Heidrich mit dem Plakat vor Kloster Bronnbach, nur die Aufschrift und der Aufdruck auf seinem T-Shirt sind gänzlich verändert worden.

Am Mittwoch stand Stefan Heidrich wiederum mit einem Plakat, das beide Bilder zeigt, vor der zweiten Sitzung des Kreistags am Tauberbischofsheimer Tagungsort, um friedlich und still zu demonstrieren. In der öffentlichen Sitzung fragte er als Kreisbürger an, wie sich das Gremium zu der verunglimpfenden Art und Weise seines Protests durch den Post der Kreisrätin positioniere.

Unter dem Punkt „Anfragen von Kreisräten“ meldete sich zum Abschluss der Sitzung auch Dr. Christina Baum zu Wort. Sie ging auf den jüngsten Angriff auf das Tauberbischofsheimer AfD-Büro auf dem Marktplatz ein, der bereits der dritte sei. Es gebe auch ein Bekennerschreiben, in dem sie direkt bedroht, ihre Familie indirekt in den Blick genommen werde, indem ihr Wohnort genannt werde. „Diese linke Gewalt nimmt immer mehr zu“, sagte sie und forderte den Kreistag dazu auf, jede Form von Gewalt abzulehnen. Landrat Reinhard Frank sagte zu, dass sich die kommende Sitzung der Fraktionsvorsitzenden mit diesem Thema beschäftigen werde. hvb