Main-Tauber

Geht’s hier nach Südafrika?

Tauberbischofsheim.Schlecht wäre ein Abstecher ins südliche Afrika bei den momentanen Wetterverhältnissen in Deutschland wohl nicht. In Heilbron, einer Kleinstadt in der südafrikanischen Provinz Freistaat, herrschen momentan angenehm sommerlich warme Temperaturen um die 30 Grad Celsius, die Sonne scheint. Doch dieses Heilbron hat einen Nachteil: von Tauberbischofsheim aus sind es exakt 13029 Kilometer, was einer, laut Routenplaner, Fahrzeit von rund 175 Stunden entspricht – über den Trans-Sahara Highway/N1. Dass der nun an Tauberbischofsheim vorbeiführt, ist neu. An der Autobahneinfahrt zur A 81 steht seit letzter Woche nämlich ein Wegweiser nach Heilbron. Es fällt aufgrund der Entfernung allerdings schwer, zu glauben, diese Hinweistafel würde den Weg nach Südafrika anzeigen. Er soll vermutlich eher die richtige Zufahrt ins nur 77 Kilometer entfernte Heilbronn anzeigen. Und wer hat sich da nun verschrieben? „Das Landratsamt als Verkehrsbehörde hat damit nichts zu tun“, wehrt Markus Moll, Pressesprecher der Kreisverwaltung, ab. Vielmehr handelte es sich um eine verkehrsrechtliche Anordnung des Regierungspräsidiums in Stuttgart, das Schild wegen eines bevorstehenden Schwertransports als vorübergehendes Provisorium beweglich zu gestalten. „Für den Schreibfehler sind wir aber nicht verantwortlich. Wir wissen, wie sich unser Heilbronn schreibt“, erklärt Lisa Schlager, Pressereferentin beim Regierungspräsidium, auf Anfrage der FN. Der Fehler ist demnach bei der Firma passiert, die das Verkehrsschild produziert hat. Und keiner hat’s anscheinend bemerkt. „Fest stehe aber“, so Lisa Schlager weiter, „dass der Wegweiser in den nächsten Tagen korrigiert werden soll“. Dann rückt Südafrika auch wieder in die Ferne. thos/Bild: Thomas Schreiner