Main-Tauber

Ausbildungsbotschafter Initiative wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt

Für die heimische Wirtschaft begeistern

Main-Tauber-Kreis.Die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises wird auch 2021 fortgesetzt, nachdem jetzt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg eine erneute Förderung zugesagt hat.

Das Landratsamt wird demnach erneut mit 15 000 Euro unterstützt. „Diese Gelder fließen zum größten Teil dem Firmenausbildungsverbund Fabi zur Deckung seiner mit dem Projekt verbundenen Personalkosten zu“, erläutert Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt.

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises widmet sich intensiv der Gewinnung von Nachwuchskräften für die heimische Wirtschaft. Hierzu leistet die Initiative Ausbildungsbotschafter bereits seit 2011 einen Beitrag. Die Wirtschaftsförderung hält auch in die-sem Zusammenhang einen engen Kontakt zu den Beruflichen Schulen im Kreis. Bei allen Anlässen wird für duale Ausbildungswege geworben. Hierbei unterstreicht die Wirtschaftsförderung, dass sich durch eine duale Ausbildung bereits tiefere Vernetzungen und Verbindungen zu Unternehmen und auch zur Gesellschaft ergeben können. „Mit diesem Ansatz hoffen wir, junge Menschen für eine berufliche Karriere im Main-Tauber-Kreis zu begeistern“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Die jungen Nachwuchskräfte in der Berufsausbildung werden zum einem von Fabi rhetorisch geschult. Zum anderen besuchen die jungen Ausbildungsbotschafter nach der Schulung nahezu gleichaltrige Schüler in allen Schularten und berichten dort über ihr jeweiliges Berufsbild. „So wird authentisch von jungen Menschen zu jungen Menschen informiert“, ergänzt Müssig.

„Diese Kontaktaufnahme Gleichaltriger führt zu guten Ergebnissen. Damit ist es in den zurückliegenden Jahren immer wieder gelungen, junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, die sich zuvor hinsichtlich ihres weiteren Lebensweges noch nicht entschieden hatten.“ In der Region gibt es aktuell 186 Ausbildungsbotschafter. Sie decken 37 Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, aus den Pflege- und Erziehungsberufen, der Landwirtschaft und dem öffentlichen Dienst ab. Das Wirtschaftsministerium lässt derzeit Präsenzveranstaltungen mit Ausbildungsbotschaftern zu; im deutlich verringerten Umfang finden diese auch statt.

Darüber hinaus werden aufgrund der Pandemie-Situation auch Videokonferenzen genutzt.

„Es ist und bleibt unser Ziel, junge Menschen für die heimische Wirtschaft zu begeistern“, sagt Landrat Frank. Diese gelte sowohl für Wege über eine duale Ausbildung als auch für eine Rückkehr in den Landkreis nach dem Studium. lra