Main-Tauber

Tierisches In Neuses haben fünf Rinder das Weite gesucht

Feuerwehrmänner als Cowboys aktiv

Archivartikel

In Neuses sind die Rinder los: Mitglieder der örtlichen Feuerwehr betätigen sich als Cowboys und versuchen seit Mittwoch, fünf Tiere der Rasse „Limpurger“ zu fangen – bislang allerdings vergeblich.

Neuses/Igersheim. Die fünf Tiere, drei Ochsen und zwei Kühe, grasten bis Mitte vergangener Woche eigentlich friedlich auf einer eingezäunten Weide zwischen Igersheim und Neuses. Aus bislang noch unbekannten Gründen haben sie dann aber scheinbar eine „Fluchtmöglichkeit“ entdeckt – und genießen seitdem im Bereich Tauberberg/Winterberg zwischen Igersheim und Weikersheim ihre Freiheit.

In den folgenden Tagen waren die scheuen Rinder, unter anderem mittels Drohne und Flugzeug, mehrfach geortet worden. „Doch sie haben mit uns mehrfach ,Katz’ und Maus’ gespielt“, meint ein an der Suche beteiligter Feuerwehrmann schmunzelnd gegenüber den Fränkischen Nachrichten. „Eigentlich fehlen uns nur noch Lassos und Pferde, dann wären wir die perfekten Cowboys.“ Auch Angehörige des Besitzers sowie weitere Bürger sind aktiv an den Suchaktionen beteiligt.

Insgesamt genießen augenblicklich weit mehr als zwei Tonnen bestes Rindfleisch die Weite der Wälder von Tauber- und Winterberg – und derzeit macht das Quintett auch noch keinerlei Anstalten, sich ohne Weiteres einfangen zu lassen.

Des Öfteren waren die Trupps, allein am Sonntag waren etwa zwei Dutzend Personen an dieser nicht alltäglichen Jagd mit von der Partie, den gehörnten Vierbeinern dicht auf den Fersen – jedoch stets ohne Erfolg. Denn immer dann, wenn eines der Tiere die zweibeinigen „Verfolger“ erblickte, schlug es eine Harke – und suchte das Weite. „Wenn solch ein Rind mit mehreren hundert Kilogramm Gewicht erst mal in Fahrt kommt und den Berg hinaufrennt, ist ihm nur schwer hinterherzukommen“, meint ein weiterer an der Suche Beteiligter im Gespräch mit unserer Zeitung.