Main-Tauber

ELR Koordinierungsausschuss tagte und priorisierte

Entwicklung von Wohnraum fördern

Main-Tauber-Kreis.Der Koordinierungsausschuss des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) für den Main-Tauber-Kreis kam zusammen, um die Förderfähigkeit der Anträge für das Programmjahr 2021 zu prüfen und diese zu priorisieren. Insgesamt geht es um einen Zuschusswunsch von rund 6,4 Millionen Euro. Nun hoffen die Mitglieder auf positive Entscheidungen des Ministeriums Ländlicher Raum (MLR) über die Anträge aus dem Main-Tauber-Kreis. Mit diesen ist Anfang 2021 zu rechnen.

Das ELR ist eines der am intensivsten genutzten Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen. Mit der Sonderlinie Dorfgastronomie, die auch im Jahresprogramm 2021 fortgesetzt wird, sollen gastronomische Betriebe im Ländlichen Raum noch stärker als bisher bei erforderlichen Investitionen unterstützt werden.

Weiterhin liegt der Fokus des ELR auch im Bereich Innenentwicklung und Belebung der Ortskerne und damit auf der Förderung wohnraumbezogener Projekte. Hierbei gibt das MLR vor, dass rund 50 Prozent der Fördermittel für die Entwicklung von Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. „In städtischen und in dörflichen Ortskernen geht es darum, alte Bausubstanz zu beleben oder zu erneuern“, erklärt Dezernent Jochen Müssig.

Im Auftrag von Landrat Reinhard Frank leitete Müssig die Sitzung des Koordinierungsausschusses. Dieser setzt sich aus den Vertretern der Städte und Gemeinden, Bürgermeister Wolfgang Stein (Wertheim) und Bürgermeister Elmar Haas (Ahorn), den Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart, Thomas Holy, Frank Schied, Heidrun Theis, Marko Möhler und Kevin Ulmer, sowie der Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises mit Amtsleiter Rico Neubert und Katharina Soff zusammen.

Müssig erklärte, dass für das Projektjahr 2021 insgesamt 105 Anträge eingereicht wurden. Dabei geht es um zwölf kommunale Vorhaben, 25 privatgewerbliche und 68 private Vorhaben. Das Investitionsvolumen liegt im Programmjahr 2021 bei rund 47,3 Millionen Euro. Bürgermeister Stein und Bürgermeister Haas legten Wert darauf, dass in den Städten und Gemeinden möglichst umfassend gefördert werden kann.

Das ELR soll auch mit dieser Antragsrunde dazu beitragen, historische Ortskerne in ihrer Bausubstanz zu erhalten, ihnen neues Leben einhauchen und sie auf zukünftige Lebens- und Wohnbedürfnisse auszurichten. Die über die Städte und Gemeinden eingereichten Anträge kommen diesen Erfordernissen nach. Es gab nur sehr vereinzelt Anträge, die nicht den Vorgaben entsprachen oder bei denen weiterer Erklärungsbedarf bestand. lra