Main-Tauber

Einmalig und kostbar

November – ein Monat, der an die eigene Vergänglichkeit erinnert. . .

Ach, diese Farbenpracht im Herbst! Ist sie nicht wunderschön? Mit diesem jährlich stattfindenden, farbenfrohen Schauspiel der Natur und dem Fallen der Blätter, werden wir aber auch an die dunkle, kalte Zeit erinnert, die dann folgt. Die Natur macht uns so unsere eigene Vergänglichkeit bewusst und vielen Menschen gehen dunkle Gedanken durch den Kopf. Die Feste Allerheiligen und Allerseelen, an denen Christen Anfang November ihre Verstorbenen auf den Friedhöfen besuchen, machen das deutlich.

Der eigenen Vergänglichkeit, dem eigenen Sterben in die Augen zu schauen, ist nicht wirklich etwas, was uns gefällt. In der heutigen Zeit wird das sowieso viel lieber vermieden. Vielleich kann es aber auch ganz gewinnbringend sein, die Augen davor nicht zu verschließen. Mit dem Sterbesegen der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann es möglicherweise gelingen, einen neuen Blick auf das eigene Leben zu gewinnen. Dieser Segen ist normalerweise eingebettet in eine seelsorgerliche Begleitung eines sterbenden Menschen, bei der das Segnen der/des Sterbenden und ihres/seines Lebens im Mittelpunkt steht. Aber auch uns kann es jetzt schon deutlich machen: Dein Leben ist einmalig und kostbar!

Sterbesegen: Dein Leben ist einmalig und kostbar. Es sei gesegnet im Angesicht Gottes. Alles, was dir in den Sinn gekommen ist, alles, was du gedacht und ersonnen hast, geglaubt und erhofft, alle Liebe, die du verschenkt hast, sei gesegnet durch den dreieinigen Gott.

Alles, was du in die Hand genommen, angepackt und geschaffen hast, ob glücklich oder misslungen, alle Schuld, die du auf dich geladen hast, sei angenommen vom barmherzigen Gott.

Alles, was dir gegeben wurde, das Leichte und das Schwere, Freud und Leid, alles, was zu Ende geht, und auch das, was dein Leben überdauern wird und bleibt, sei getragen vom lebendigen Gott. Gott sende dir seinen Engel entgegen. Er nehme dich bei der Hand und führe dich durch Dunkelheit und Nacht ins Licht. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Einen gesegnete Zeit wünscht

Anette Roppert-Leimeister, Gemeindereferentin,

Weikersheim