Main-Tauber

Kreisparteitag der FDP Schatzmeister Günter Helmbold führt seit 40 Jahren die Kasse der Liberalen und ist damit bundesweit ehrenamtlicher Spitzenreiter

Ein leuchtendes Vorbild für alle Demokraten

Laudenbach.Zu ihrem turnusgemäßen Kreisparteitag kamen die Mitglieder der FDP-Main-Tauber in Laudenbach im Gasthaus Krone zusammen. Neben Delegiertenwahlen und einem Rückblick auf das vergangene Jahr sowie einem Ausblick auf 2020 stand eine besondere Ehrung im Mittelpunkt des Zusammentreffens. Hierfür war eigens aus Stuttgart die Generalsekretärin der Landes-FDP und Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes, Jan Packebusch, aus Stuttgart angereist.

Zu Beginn gedachten die Mitglieder in einer Schweigeminute zunächst allen Parteifreunden, die im Laufe des Jahres verstorben sind. Besondere Erwähnung fanden dabei unter anderem auch die beiden verstorbenen früheren FDP-Kreisräte Dr. Stefan Müller-Reiter aus Lauda-Königshofen und Reimund Klein aus Wertheim.

Eine Person stand an diesem Abend besonders im Mittelpunkt des Geschehens: der seit sage und schreibe 40 Jahren amtierende Kreisschatzmeister der Partei, Günter Helmbold aus Bad Mergentheim. Kreisvorsitzender Benjamin Denzer würdigte Helmbold als liberales Urgestein, ohne den der Kreisverband gar nicht vorstellbar sei. „Seit 1979 führt Günter Helmbold nunmehr die Kasse und leitet umsichtig und erfolgreich die Finanzen der Kreis-FDP“, machte der Vorsitzende deutlich. In diese Zeitspanne fielen elf Bundestagswahlen und nochmal so viele Landtags- und Europawahlen, sowie zahlreiche Kommunalwahlkämpfe, so Denzer weiter. Mehr jedoch als die ohnehin schon an sich beeindruckenden Zahlen sei die Verlässlichkeit und das ungebrochene Engagement Günter Helmbolds für die gemeinsame liberale Sache.

Bleibende Verdienste erworben

Jeder, der schon einmal in einer Partei oder einem Verein für die Kasse zuständig gewesen sei, wisse nur zu genau, welch verantwortungsvolles Ehrenamt diese Position darstelle, so Denzer. „Ich persönlich bin Günter Helmbold zu großem Dank verpflichtet und hätte mir keinen besseren Kreisschatzmeister als ihn vorstellen können“. Günter Helmbold habe sich mit seiner ganzen Persönlichkeit über vier Jahrzehnte hinweg in herausragender Art und Weise um die Sache der Freien Demokraten, und damit auch um die Demokratie insgesamt verdient gemacht und sich damit besondere und bleibende Verdienste erworben, würdigte Kreisvorsitzender Denzer die Leistungen Helmbolds.

„Günter Helmbold ist nach Auskunft aller Parteiebenen bis hin zur Bundesgeschäftsstelle hin mit einer Amtszeit von 40 Jahren der einsame Spitzenreiter innerhalb der Partei, was die Kassenführung einer Untergliederung anbelangt“, so die FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny (MdB). Neben einem handschriftlichen Dankesschreiben des FDP- Bundesschatzmeisters Hermann Otto Solms, MdB, überbrachten Skudelny und ihr Landesgeschäftsführer Packebusch auch die besonderen Grüße des Landesvorsitzenden Michael Theurer und des Bundes-Chefs der FDP, Christian Lindner. „Sie haben sich gemeinsam mit Ihrer Gattin dafür entschieden, aus der damaligen DDR in die BRD zu übersiedeln und der freiheitlich und rechtsstaatlichen Demokratie stets den zentralen Stellenwert in Ihrem Leben eingeräumt,“ so die Rednerin.

Neben seiner Tätigkeit in der FDP sei er überdies in zahlreichen anderen Vereinen im Main-Tauber-Kreis ehrenamtlich an führender Stelle aktiv gewesen, führte die Generalsekretärin weiter aus. Er sei für alle in der Partei ein leuchtendes Vorbild und man brauche auch weiterhin seine Tatkraft und sein Engagement. Deshalb werde die Landes-FDP ihn auch nochmals anlässlich des kommenden Parteitages auf großer Bühne in Stuttgart entsprechend ehren, betonte die Generalsekretärin. Sichtlich bewegt nahm Günter Helmbold im Anschluss die minutenlangen, stehenden Ovationen entgegen. Er wolle einfach nur Danke sagen für das große Vertrauen, welches ihm die Parteifreunde während all der Jahre entgegengebracht hätten, so der stets bescheiden auftretende Jubilar in seinen Ausführungen.

Der Kreisverband sei so etwas wie eine zweite Familie für ihn, und er werde sich weiterhin mit allen Kräften dafür einsetzen, dass gerade in Zeiten von zunehmendem Populismus, Hetze und Demokratieverachtung die Werte von Freiheit, Toleranz und Leistung wieder mehr Gehör innerhalb der Gesellschaft finden, so der scheidende Kreisschatzmeister. Abschließend händigte er Denzer persönlich „Brief und Siegel“ des Kreisschatzmeisters, sowie das originale Kassenbuch des Kreisverbandes aus dem Jahr 1979 aus.

Bei den Wahlen zum Bezirks- und Landesparteitag sowie im Landeshauptausschuss gab es einmütige Voten. Beim Dreikönigsparteitag der FDP wird der Kreisverband mit Benjamin Denzer an der Spitze, und den Delegierten Susanne Löffler aus Wertheim, Carina Schmidt aus Königheim, sowie dem stellvertretenden Weikersheimer Bürgermeister und Kreisrat Jürgen Vossler nach Stuttgart reisen. Dabei wird diesmal unter anderem das Thema Landwirtschaft im Mittelpunkt stehen.