Main-Tauber

Volksbank Main-Tauber Genossenschaftsbank ehrte langjährige Mitglieder in der Hauptstelle in Tauberbischofsheim

Ein halbes Jahrhundert die Treue gehalten

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Zu einem der „schönsten Termine des Jahres“ hieß der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Volksbank Main-Tauber, Robert Haas, kürzlich langjährige Mitglieder der Genossenschaftsbank in der Hauptstelle Tauberbischofsheim willkomen. Durfte er doch im Rahmen einer Feierstunde 27 Jubilaren den Dank für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft in der Volksbank Main-Tauber aussprechen.

„Mehr als ein halbes Menschenleben halten sie unserer Genossenschaft die Treue, die sich aus bescheidenen Anfängen vor fast 160 Jahren mittlerweile zu einer der größten Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg entwickelt hat“, betonte Haas. Ein halbes Jahrhundert mit einschneidenden und gravierenden Veränderungen: „Seitdem sind Imperien zerfallen, der eiserne Vorhang hat sich gelüftet, das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Umfeld hat sich vollkommen gewandelt.“ Umso mehr freue er sich, dass die genossenschaftliche Idee bis heute nichts von ihrer Strahlkraft verloren habe und im Gegenteil in den letzten Jahren eine „wahre Renaissance“ erlebe.

Genossenschaften und damit auch Genossenschaftsbanken, seien geprägt durch die Prinzipien der Selbsthilfe, der Selbstverwaltung und der Selbstverantwortung. „Wir sind damit nicht den Gewinninteressen anonymer Investoren unterworfen, sondern haben vielmehr die satzungsgemäße Aufgabe, unsere Mitglieder hier vor Ort zu fördern und Werte für sie zu schaffen“, so der Redner. Dieses Prinzip der regionalen Wertschöpfung unterscheide sich elementar von einer weltweiten Ertragsoptimierung internationaler Konzerne. Und gerade im Rahmen der Finanzmarktkrise habe sich die genossenschaftliche Bankengruppe als „die stabilisierende Säule schlechthin“ erwiesen: „Wir können mit Stolz sagen, dass wir keinen staatlichen Rettungsschirm gebraucht haben“.

Aus bescheidenen Anfängen heraus habe sich die heutige Volksbank Main-Tauber nach „etwa 100 Fusionen“ in den letzten fast 160 Jahren zu einer der größten Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg entwickelt.

Mit einer Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro und 41 000 Mitgliedern beschäftige man zurzeit 407 Mitarbeiter und biete 21 jungen Menschen eine solide Ausbildung. „Sie, liebe Jubilare, haben viele Entscheidungen begleitet und getroffen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, unsere Bank zu einer tragenden Säule der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Kultur in unserer Region zu machen. Dafür möchten wir Ihnen heute unseren herzlichen Dank aussprechen“, so Haas. Bei allem Stolz über das gemeinsam Erreichte, wollte man aber auch nicht verhehlen, „dass wir als regionale Flächenbank heute vor Herausforderungen stehen, wie sie in den letzten fast 160 Jahren unserer Unternehmensgeschichte ohne Beispiel sind“.

Neben der aus Sicht der Genossenschaftsbanken „fatalen“ Zinspolitik der EZB, in deren Folge sich die Lasten für die deutschen Banken auf rund 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2018 summiert hätten, nannte der Vorstand auch die mittlerweile zunehmend „groteske“ Regulatorik, die gerade die Banken mit voller Wucht treffe, die sich seinerzeit als „solide und tragende Stützen des Systems“ erwiesen hätten. Auch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche stelle die Flächenbanken vor Herausforderungen, denen man sich zu stellen habe.

Trotz alledem blicke man nach wie vor zuversichtlich in die Zukunft. Das sei nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass man auf ein solides Fundament zählen könne. „Nämlich das genossenschaftliche Prinzip und die Solidarität der Mitglieder, die Sie, meine Damen und Herren, in den letzten 50 Jahren eindrucksvoll bewiesen haben“, wie Haas abschließend betonte.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Autohaus Weihrauch, Alois Baumann, Bruno Appel KG, Herbert Derr, Reinhold Doerzbacher, Kurt Geiss, Robert Häfner, Josef Hartmann, Roland Herold, Dieter Horn, Josef Kaufmann, Achim Kopfmann, Egid Kraft, Adalbert Künzig, Josef Lippert, Walter Robanus, Ernst Rudelgass, Manfred Rudolf, Erich Schaefer, Benno Schäfer, Konrad Schmitt, Josef Schoellig, Bernhard Schuessler, Karl Uher, Albert Wild, Leo Wirsching, und Richard Woerner voba