Main-Tauber

CAD Erste Winfried-Menrad-Veranstaltung mit dem Thema Mitarbeiterkapitalbeteiligung

Ein attraktives Modell

Archivartikel

Main-tauber-Kreis.Die Distelhäuser Brauerei in Distelhausen war Veranstaltungsort der ersten Winfried-Menrad-Veranstaltung des Bezirksvorstands Nordwürttemberg der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft in der CDU.

„Winfried Menrad, der 2016 verstorbene langjährige Europaabgeordnete aus Schwäbisch Hall, hat sich vor allem im Europäischen Parlament für das Ziel der Mitarbeiterkapitalbeteiligung eingesetzt. Wir wollen die Erinnerung an ihn wachhalten indem wir uns weiter für sein zentrales Anliegen verwenden“ sagte CDA-Bezirksvorsitzende Anneliese Hieke. Die Distelhäuser Brauerei praktiziere die Mitarbeiterkapitalbeteiligung seit vielen Jahren. Von ihren Erfahrungen wolle man profitieren.

Professor Dr.Wolfgang Reinhart erinnerte in seinem Grußwort ebenfalls an Winfried Menrad. Er sei ihm ein enger politischer und persönlicher Wegbegleiter gewesen, der stets für die Belange der Arbeitnehmer eingetreten sei.

Vor allem für den ländlichen Raum und seine Menschen bleibe es wichtig, Arbeitsplätze zu den hier lebenden Menschen zu bringen und damit diesen Räumen Zukunftschancen zu geben.

Der ländliche Raum und seine Betriebe dürften bei der Digitalisierung nicht abgehängt werden sondern müssten in die Lage versetzt werden, ihre Chancen zu nutzen. „Ich begrüße den Vorstoß der CDA, die Mitarbeiterkapitalbeteiligung politisch und parlamentarisch, bei Unternehmen, Gewerkschaften und Arbeitnehmern weiter voranzubringen“ so Reinhart. Mit ihr werde nicht nur die Verbindung zwischen Betrieb und Mitarbeitern gestärkt. Sie sei auch ein Möglichkeit, die Altersvorsorge zu verbessern.

Gutes Miteinander im Betrieb

Geschäftsführer Christoph Ebers stellte die vor über 200 Jahren gegründete Distelbrauerei in ihrer geschichtlichen Entwicklung und in ihrer heutigen Situation vor. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen habe die Distelbrauerei bei nationalen und internationalen Wettbewerben erringen können. Mit 145 Mitarbeitern sei die Distelbrauerei ein wichtiger Arbeitgeber im Main-Tauber-Kreis.

Das Miteinander von Geschäftsführung und Beschäftigten sei ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie und finde ihren Ausdruck in der Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung.

Ebers ging auch auf aktuelle Probleme bei den mittelständischen Brauereien ein. So bereite das Mehrwegsystem Probleme, da es keine deutschlandeinheitliche Flaschenform gebe. Viele Dörfer im ländlichen Raum hätten inzwischen keine Gaststätten mehr. Ihre Funktion als örtliche Gemeinschaftszentren werde vermisst.

Der kaufmännische Leiter der Distelbrauerei, Albrecht Behringer, erläuterte das Konzept der Mitarbeiterbeteiligung im Detail. Die Dividende auf die Beteiligung sei im Blick auf die derzeitige Zinssituation für die Mitarbeiter besonders attraktiv.

Die Distelbrauerei werde mit der Mitarbeiterkapitalbeteiligung zu einem attraktiven Arbeitgeber. Die Fluktuation sei gering, die Motivation der Beschäftigten hoch. Nicht nur das zusätzliche Einkommen sondern auch die mit der Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung verbundene, zusätzliche Altersvorsorge überzeuge die Mitarbeiter.

Intensiv diskutierten anschließend die Mitglieder des CDA-Bezirksvorstands Nordwürttemberg die Details der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei der Distelbrauerei mit den beiden Vertretern der Geschäftsführung. cda