Main-Tauber

Caritassonntag Dekanatsweiter Gottesdienst zur Eröffnung greift Jahreskampagne auf

Digitalisierung bereichert soziales Leben

Archivartikel

Assamstadt.Der dekanatsweite Gottesdienst anlässlich des Caritassonntags wurde gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Kilian Assamstadt, dem Familienzentrum und dem Kindergarten St. Marien gefeiert und stand unter dem Motto der Caritas-Jahreskampagne „Sozial braucht digital“.

In seinen Einführungsworten wies Matthias Fenger, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes, auf Chancen und Risiken digitaler Neuerungen hin, heißt es in der Pressemitteilung. „Auf dem Handy nachschauen, wann der nächste Bus fährt, die E-Mails von Kollegen oder Freunden lesen, Geburtstagsgeschenke über das Internet bestellen: Heute nutzen viele Menschen ganz selbstverständlich Handy, Laptop oder Tablet in ihrem Alltag, um sich zu informieren oder zu organisieren.“

Chancen sehen

Gerade auch im sozialen Bereich biete die Digitalisierung Chancen: So könnten beispielsweise Menschen mit Teilhabebeeinträchtigung durch eine Sprach-App mehr Selbstständigkeit gewinnen. Gleichzeitig wecke die Digitalisierung jedoch auch Befürchtungen. Viele Menschen fühlten sich durch die Geschwindigkeit der Entwicklung überfordert und abgehängt. Die Caritaskampagne lade zur Auseinandersetzung rund um das Thema Digitalisierung ein und zeigt, wie diese bewusst gestaltet werden kann, so Fenger.

Passend zum Jahresthema hat Elke Nied, Leitung des Familienzentrums in Assamstadt mit der Familien- und Erziehungsberatungsstelle, einen Vortrags- und Mitmach-Abend zum Thema Mediennutzung im Herbst geplant. Die enge Zusammenarbeit mit der Pastoral ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialräumlichen Arbeit des Caritasverbandes.

Angebot verbessern

„In Assamstadt können wir durch das Familienzentrum und die Anlaufstelle des Caritassozialdienstes für Kinder, Eltern, Familien und Senioren ein Ort der Begegnung sein. Damit dies noch besser gelingt, verlagern wir unser Angebot in das Marienheim und freuen uns gemeinsam mit der Kommune und der Kirchengemeinde über die neue Nutzungsmöglichkeit in ansprechenden Räumen für Kinder, Eltern, Familien und Senioren“, hieß es.

Die Musikkappelle Assamstadt bereicherte den sehr gut besuchten Sonntagsgottesdienst mit schwungvollen Liedern, bei denen die Teilnehmenden spontan den Rhythmus mit Klatschen aufnahmen.

Das Team des Kindergartens hatte unter Leitung von Sabrina Mauritz die Gabenprozession passend zur Jahreskampagne vorbereitet, welche die Vorschulkinder mit Stolz vortrugen.

Beate Maier, Bereichsleitung Beraten, gab ihrer Freude Ausdruck, dass so viele Eltern und junge Gesichter den Gottesdienst besuchten. In der Zusammenarbeit mit Kommune, Kindertagesstätte und Kirchengemeinde stecke viel Potenzial an Kreativität für die Zukunft. Nach dem Segen von Kooperator Trudbert Kern erhielten alle Gottesdienstteilnehmer ein „Caritas-Pflaster“, weil „gerade in der Zeit der Digitalisierung liebevolle Begegnungen und Berührungen Verletzungen wieder schneller heilen lassen“.

Start der Caritassammlung

Der Gottesdienst zum Caritassonntag war gleichzeitig der Start zur jährlichen Caritassammlung. Diese findet in der letzten September und ersten Oktoberwoche statt. Die letztjährigen Spendengelder wurden unter anderem für die neueingerichteten Familienzentren Assamstadt und Grünsfeld eingesetzt.

Generell sollen die Spendengelder unbürokratische Hilfe vor Ort und wirkungsvolle Projekte im direkten Lebensumfeld ermöglichen. So werde das vielfältige und ehrenamtliche Engagement in den Pfarrgemeinden durch die Caritas in der Region mit professionellen Angeboten für Hilfsbedürftige ergänzt.

Hilfe vor Ort

Mit ihren Diensten und Einrichtungen ist die Caritas für Menschen da, die auf Hilfe angewiesen sind: Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Teilhabebeeinträchtigung oder psychischen Erkrankungen, Arbeitslose, Flüchtlinge, alte und Kranke sowie Menschen, die Unterstützung brauchen, um ihr Leben wieder eigenverantwortlich in die Hand nehmen zu können.

Das Geld, das bei der Caritassammlung eingeht, wird aufgeteilt: Das erste Drittel kommt direkt der jeweiligen Pfarrgemeinde zugute, das zweite Drittel dem Caritasverband im Tauberkreis und das letzte Drittel dem Caritasverband der Erzdiözese Freiburg.

Vom Diözesancaritasverband kann in Form von beantragten Fördermitteln Geld in die Orts- und Regionalverbände zurückfließen – beispielsweise in Projekte der örtlichen Seelsorgeeinheiten wie die beiden vorgestellten in Assamstadt und Grünsfeld. ca