Main-Tauber

Nominierungsversammlung Wolfgang Reinhart mit 97 Prozent der Stimmen zum Kandidaten für die Landtagswahl im März 2021 gewählt

„Diese Verantwortung ist mir eine Ehre“

Archivartikel

Wolfgang Reinhart wurde am Samstag in Tauberbischofsheim zum Kandidaten für die Landtagswahl im März 2021 nominiert. 97 Prozent der Stimmen entfielen auf ihn.

Tauberbischofsheim. Mit Ovationen und lang anhaltendem Beifall wurde Wolfgang Reinhart gefeiert. Der von ihm vorgeschlagene Ersatzbewerber Andreas Lehr erhielt 87 Prozent.

„Ich will mich gerne weiterhin für unsere wunderbare Heimat einsetzen. Ihre Nominierung und die damit verbundene Verantwortung ist mir eine Ehre“, meinte ein sichtlich bewegter Wolfgang Reinhart am Schluss seiner rund 45-minütigen Bewerbungsrede.

„Traumhafte Landschaften“

„Traumhafte Landschaften, reichhaltige Kultur, motivierte und engagierte Menschen, Landlust statt Landfrust und Familienfreundlichkeit zeichnen unseren schönen Main-Tauber-Kreis aus“, begeisterte sich Wolfgang Reinhart in der mehrfach von viel Beifall unterbrochenen Rede. „Wir wollen den Erfolg bei der nächsten Landtagswahl und das Direktmandat in der Heimat“, gab Reinhart ein klares Wahlziel aus.

Zuvor war MdL Winfried Mack, der zum Versammlungsleiter gewählt wurde, auf die hervorragende Arbeit von Reinhart in Stuttgart eingegangen. „Du hast die Fraktion geeint und zusammengeführt und mit exzellentem Fachwissen und hervorragender Rhetorik im Parlament auf Augenhöhe mit dem Koalitionspartner gebracht“, äußerte sich Mack anerkennend über den früheren Europa- und Bundesratsminister und heutigen CDU-Fraktionschef.

Dieser betonte: „Wir wollen wieder die Nummer eins im Land werden. Aber der Weg wird kein Spaziergang. Wir sind es, die den Ton, die Themen und das Tempo in der Regierung setzen – mit der größten Sicherheitsoffensive in der Landesgeschichte mit tausenden neuen Polizeibeamten, mit mehr Richtern und auch mit mehr Staatsanwälten. Wir haben dafür gesorgt, dass in Wertheim die Polizei Hochschule wieder eröffnet wurde, die zuvor unnötiger Weise geschlossen worden war. Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Die Kriminalstatistik geht seit 2016 nach unten. Die Kriminalitätsbelastung der Menschen im Land ist die niedrigste der letzten 30 Jahre. Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich verglichen mit 2014 halbiert“.

Auch die Digitalisierung und der Breitband-Ausbau würden mit voller Kraft voran gebracht. Über eine Milliarde Euro stehe in dieser Wahlperiode für den Ausbau des schnellen Internets bereit. Davon habe der Main-Tauber-Kreis bereits stark profitiert. Fast 16 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land seien auch hierher geflossen.

„Motor und Kraftzentrum“

Gerade deshalb sei das Land weiterhin an der Spitze der 111 Regionen in Europa, weil es starke dezentrale Strukturen hat. „Ländlicher Raum, das heißt bei uns nicht abgehängte Provinz, sondern Motor und Kraftzentrum und Heimat unserer Innovationsstärke“. Der Main-Tauber-Kreis sei „Hotspot der Weltmarktführer“ im Norden des Landes. „Das ist die Stärke, weshalb wir immer noch Innovationsregion Nummer eins sind“, fuhr er fort. Dem ländlichen Raum helfe es, dass die Regierung zum 1. Januar den Flächenfaktor neu eingeführt habe, auch gegen Widerstände in Stuttgart.

Auch die Einführung einer Landarztquote, die man durchgesetzt habe, sei ein klares Projekt der CDU- Landtagsfraktion gewesen. Die Landarztquote werde in Zukunft pro Jahr 75 zusätzliche Ärzte in unterversorgte Regionen bringen – und damit den Ärztemangel vor allem auf dem Land wirksam verringern. Ebenso habe man bei der Krankenhausförderung im Main-Tauber- Kreis sowohl in Wertheim mit dem dortigen Neubau als auch in Tauberbischofsheim mit der neuen Psychiatrie oder in Bad Mergentheim im Caritas-Krankenhaus an allen drei Standorten eine dreistellige Millionensumme investiert, mit großer Unterstützung des Landes.

Die Mittel für die kommunale Infrastruktur würden pro Jahr auf 320 Millionen Euro für Straßen, öffentlichen Personennahverkehr und Radwege im ländlichen Raum verdoppelt. Dieses Geld werde spürbar vor Ort ankommen, ebenso wie die Erhöhung der Mittel für die kommunale Wasserversorgung, wofür allein 2019 im mittleren Taubertal 6,5 Millionen Euro bewilligt worden seien.

Das Land habe die Kommunen bestens begleitet und mit 600 Millionen Euro vor allem einen kommunalen Sanierungsfond für die Schulen eingerichtet, was einmalig in der Geschichte des Landes gewesen sei. „Wir wollen, dass die Kommunen ihre wichtigen Aufgaben für die Menschen gut und verlässlich erfüllen können“, so Reinhart. Das gelte auch für die Kinderbetreuung sowohl für die unter Dreijährigen als auch für die Kindergärten bei den Drei- bis Sechsjährigen, wo man die Landesförderung verdoppelt habe. Flexible Betreuung statt starrer Stundenpläne am Nachmittag, das sei es, was die Familien und Kommunen im Land wirklich bräuchten. Das hätten auch über 70 Prozent der Eltern bei Umfragen gewünscht. „Wir haben unser Konzept für eine flexible familienfreundliche Ganztagsschule nunmehr durchgesetzt“. Auch habe man mit 1000 neuen Lehrerstellen dem Unterrichtsausfall den Kampf angesagt.

Anerkennung für Landwirte

Er dankte besonders den Lehrern und den Polizeibeamten in Baden-Württemberg und verwies auch auf die eingeführte Meisterprämie im Handwerk. „Wir brauchen nicht nur Master, sondern auch Meister“, hob Reinhart die Bedeutung der beruflichen Bildung und des Handwerks hervor. „Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen geht nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und nicht gegen sie“, bezog er Position für die Landwirtschaft. Die Landwirte hätten Anerkennung, Wertschätzung und faire Preise für ihre Arbeit verdient. Auch Andreas Lehr unterstrich in seiner Rede den enormen Einsatz von Wolfgang Reinhart für den Wahlkreis und den ländlichen Raum, der allen Kommunen geholfen habe, sich fit für die Zukunft zu machen.