Main-Tauber

Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken AOK Heilbronn-Franken legt Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit für das erste Halbjahr 2019 vor

Die wenigsten Krankheitstage in der Software-Entwicklung

Main-Tauber-Kreis.Der Krankenstand der AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Franken ist in den ersten sechs Monaten 2019 leicht gesunken.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ging er von 5,7 auf 5,5 Prozent zurück. Im Main-Tauber-Kreis verharrten die Fehlzeiten wie 2018 bei 5,7 Prozent. Ursächlich für die Gesamtentwicklung war, dass die Grippewelle Anfang des Jahres weniger heftig ausgefallen ist, als im Vorjahr. Trotzdem wurde im Grippemonat Februar mit 6,7 Prozent der höchste Wert bei den Fehlzeiten erreicht.

Der Anteil der AOK-versicherten Beschäftigten, die sich einmal oder mehrfach krank meldeten, betrug 49,8 Prozent. Im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei 51,1 Prozent.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag im Main-Tauber-Kreis bei 10 Kalendertagen und war damit um 3,1 Prozent höher als im Vorjahr.

Auf 100 AOK-Versicherte in Heilbronn-Franken kamen im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 101,6 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, im Main-Tauber-Kreis waren es 104,2. Die Zahl der Krankschreibungen unterschritt den Vorjahreswert im Main-Tauber-Kreis um 2,5 Prozent.

Ursachen

Ursachen für die Krankheitstage waren in 22,4 Prozent der Fälle (2018: 21,2 Prozent) orthopädische Beschwerden, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 14,5 Prozent (2018: 17,4 Prozent) der Fälle.

Auf Rang drei lag unverändert der Diagnosebereich Psyche mit 10,5 Prozent (gegenüber 10 Prozent im Vorjahr), gefolgt von Verletzungen mit 9,9 Prozent (9,7 in 2018).

Andere Verteilung in der Region

Eine etwas andere Verteilung zeigt sich in Heilbronn-Franken, wenn man Krankheitsarten nach Fallzahlen betrachtet. Hier rangierten Beschwerden der Atemwege mit 25,6 Prozent (2018: 27,9 Prozent) vor Muskeln und Skelett mit 15,3 Prozent (14,2 Prozent), Verdauung mit 7,6 Prozent (7,3 Prozent) und Verletzungen mit 6,4 Prozent (6,5 Prozent). Die Zahlen der AOK gelten als repräsentativ, da sie mit rund 45 Prozent aller Versicherten die größte Krankenkasse des Landes ist.

Die Branche „Energie und Wasser“ hatte mit 6,5 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt von „Gesundheits- und Sozialwesen“, „Verkehr und Transport“ und dem verarbeitenden Gewerbe mit jeweils sechs Prozent.

Der niedrigste Wert wurde mit 3,6 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft ermittelt.

Nach Berufsgruppen untergliedert lagen die Angestellten in industriellen Gießereien mit 19,3 Fehltagen pro AOK-Versichertem im 1. Halbjahr 2019 vor „Papier- und Verpackungstechnik“ mit 15,7 Tagen und „Asphalt- und Straßenbau“ mit 15,3 Tagen. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden mit jeweils 3,7 Tagen in der Software-Entwicklung ermittelt.