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„Zukunft Karriere Digital“ Blog mit spannenden Inhalten ersetzt Rahmenprogramm vor Ort / Schüler können sich weiterhin anmelden

Der Countdown zur Karriere-Messe läuft

Archivartikel

Blog statt Bühne, Video-Date statt Messestand: Wie läuft eine komplett virtuelle Ausbildungsmesse wie „Zukunft Karriere Digital“ eigentlich ab?

Odenwald-Tauber.Bequem von zu Hause aus ihren Traumberuf finden: Das können Jugendliche aus der Region am Freitag bei „Zukunft Karriere Digital“. Dominik Trunk, Leiter Digital bei den FN, erklärt, was die Teilnehmer erwartet. „Uns war es wichtig, dass es nicht allein um den Kontakt der Schüler zu Unternehmen geht, sondern dass sie gerade in dieser schwierigen Zeit Infos und Tipps bekommen.“

Das Event-Programm, das sonst auf einer Bühne stattfinden würde, musste komplett für den virtuellen Raum entworfen werden – in Form eines Blogs. „Wir schalten am Freitag einen bunten Mix aus vielen verschiedenen Inhalten frei“, kündigt Trunk an. Darunter sind nützliche Infos für die Bewerbung, Tipps für zukünftige Azubis , aber auch lustige Inhalte. „Wenn ich gerade zwei aufregende Video-Dates hinter mir habe, kann ich mir zwischendurch die ,Lehrling’-Videos des Youtubers Varion ansehen“, erklärt Trunk.

In einem Corona-Special unter dem Motto #Zukunftklarmachen gibt die Agentur für Arbeit Tipps, wie junge Menschen mit der aktuellen Situation umgehen können. Neben Tipps und Tricks kommen auch Ausbilder aus der Region zu Wort: „Wir haben unter dem Titel ,Drei Fragen an Unternehmen’ kurze Interview-Sequenzen gedreht“, so Trunk. Dabei beantworten Personen – vom Azubi über den Prsonaler bis zur Führungskraft – verschiedene Fragen zum Thema Ausbildung.

„Wer noch gar nicht weiß, in welche Richtung die Reise gehen soll, dem empfehlen wir einen Blick in die Jobprofile oder das Tool ,Check-U’ der Agentur für Arbeit“, erklärt Trunk. Ein Video, in dem Youtuberin Caramella das Tool testet, finden Teilnehmer im Blog.

Die Inhalte sind zeitlich unabhängig und stehen auch nach der Messe zur Verfügung. Ein fester Ablauf würde Dynamik aus dem flexiblen System der digitalen Messe nehmen, findet Trunk. Da „Talentefinder“ ursprünglich für Hybrid-Messen gedacht ist, hat das FN-Team mit dem Blog eine Alternative zum Rahmenprogramm vor Ort geschaffen. Auch Grußworte aller Beteiligten sind darin enthalten. Für die Gespräche mit den Unternehmen wurde ein Video-Tool auf der Plattform integriert.

„Mammutprojekt hat sich gelohnt“

Aktuell arbeitet das FN-Team auf Hochtouren daran, dem Blog den letzten Schliff zu verpassen und alle nötigen Vorbereitungen für die Messe zu treffen. „Zu sagen, dass es eine leichte Übung war, wäre gelogen. Es war ein Mammutprojekt“, berichtet Trunk. „Aus unserer Sicht hat es sich aber absolut gelohnt.“

Die Messe biete Chancen, die Schüler sonst nicht gehabt hätten: Veranstaltungen wurden abgesagt, Praktika fielen aus. „Jetzt blicken wir voller Freude auf Freitag“, stellt Dominik Trunk fest. Unentschlossene Jugendliche können sich auch jetzt noch für „Zukunft Karriere Digital“ anmelden. „Man kann sich selbst am Event-Tag noch registrieren – muss dann aber natürlich Gas geben“, sagt Trunk. Die teilnehmenden Betriebe wurden gebeten, kurzentschlossene Schüler nicht außen vor zu lassen. „Wir sind ja selbst als Ausbilder vertreten und am Event-Tag werden die Kollegen weiterhin nach Matches suchen“, kündigt Trunk an.

FN-Geschäftsführer Jochen Eichelmann appelliert an alle Jugendlichen, sich – auch kurzfristig – noch ein Profil anzulegen: „Meldet Euch an, haltet die Augen offen und nutzt diese digitale Chance, um Eure eigene Zukunft zu gestalten.“ Es schade nie, sich vor einer Berufswahl umfassend zu informieren, findet Eichelmann, der selbst seinen Weg ins Berufsleben über eine Ausbildung zum Verlagskaufmann gefunden hat.

Rund 50 Betriebe aus der Region sind auf der Plattform vertreten und bieten verschiedenste Ausbildungsmöglichkeiten und freie Stellen . „Ich finde es toll, dass die Schulen der Region diesem neuen Angebot offen gegenüberstehen und alles tun, um ihre Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten“, fügt Jochen Eichelmann hinzu. „Jetzt freuen wir uns auf viele junge Menschen, die ,Zukunft Karriere Digital’ nutzen.“