Main-Tauber

Bemerkenswerte Bäume Ein Bergahorn im Ahornwald zwischen Brehmen und Buch ist zwischen 120 und 140 Jahre alt

Blätter als Propellerfrüchte

Archivartikel

Seine ursprüngliche Heimat sind die Schluchtwälder der Gebirge. Von dort hat es den Bergahorn auch ins Taubertal verschlagen.

Main-Tauber-Kreis. Sein Name erhielt der Bergahorn durch die Fähigkeit, in feuchten Schluchtwäldern der Gebirge bis auf rund 1600 Meter zu gedeihen. Der lateinische Name für Ahorn ist acer und bedeutet „scharf“. Es bezieht sich auf das Holz, da es sich gut anspitzen lässt. Der Bergahorn ist neben seinen Geschwistern Feld- und Spitzahorn der Größte unter den Ahornarten. Kinder spielen gerne mit seinen Propellerfrüchten: In die Luft geworfen als Hubschrauber oder auseinander geklappt und wie ein Nashorn auf die Nase geklebt. Das Blatt des Bergahorn ist gelappt mit fünf grobgesägten Lappen (handförmig) und hat einen langen Stiel. Auf den älteren Blättern bilden sich oft rote Blasen: Das sind Gallen von Milben. Junge Blätter können in den Frühlingssalat hinzugegeben werden. Zudem helfen sie als Verband bei Insektenstichen. Der Ahorn belebt im Herbst ganze Landstriche. Er erfreut uns mit seiner Laubfärbung in gelb und rot – der Indian Summer.

Der Bergahorn im Ahornwald ist zirka 100 bis 120 Jahre alt. Er ist 40 Meter hoch und hat einen Umfang von 2,86 Meter. Wer sich den Baum näher anschauen möchte, folgt am besten nachfolgender Wegbeschreibung: Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz zwischen Buch und Brehmen.

Von hier aus folgt man dem Gemeinschaftsweg und hält sich bei der dritten Abzweigung rechts. Wenn man diesem Weg bis zu seinem tiefsten Punkt folgt, befindet sich der eindrucksvolle Ahornbaum auf der rechten Seite. lra