Main-Tauber

Sehbehinderung Gedenktag am 6. Juni in Deutschland

Betroffene unterstützen

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Menschen mit eingeschränkter Sehleistung haben während der Corona-Pandemie eine Reihe spezieller Probleme. Darauf möchte der bundesweite Sehbehindertentag am 6. Juni aufmerksam machen.

Hinweise und Hilfen

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband stellt für Betroffene und deren Mitmenschen aktuelle Hinweise und Hilfen zur Verfügung.

Die Senioren-Union des Main-Tauber-Kreises weist darauf hin, dass die Hälfte aller blinden Menschen in Deutschland 80 Jahre oder älter sind. Die aktuelle Corona-Krise bringt für Sehbehinderte und deren Betreuungspersonen spezielle Herausforderungen mit sich.

Problem Abstandsregel

Die Abstandsregel erschwert es, Menschen mit erkennbaren Sehstörungen spontan zu helfen, indem man sie zum Beispiel über eine Straße führt.

Hinzu kommt, dass die Betroffenen selbst aufgrund ihrer Sehbehinderung viele Warnhinweise nicht erkennen.

Zum bundesweiten Sehbehindertentag am 6. Juni weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf seinen speziell für Blinde erstellten Corona-Ratgeber hin, der per DBSV-Infotelefon abgehört werden kann (030/255580808).

Auf Wünschen basierend

Zugleich hat der Verband zehn Tipps für sehende Mitmenschen veröffentlicht. Diese basieren auf den Wünschen von Sehbehinderten, die diese in einer Umfrage des DBSV im Mai geäußert hatten. Tipps findet man hier: https://www.dbsv.org/corona-tipps.html. Augenerkrankungen und Blindheit nehmen weltweit zu. In Deutschland ist es vor allem die kontinuierlich wachsende Lebenserwartung, die zu einem Anstieg altersbedingter Sehbehinderungen führt. kds