Main-Tauber

Corona-Pandemie Landrat Reinhard Frank und Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug rufen zu Installation der Corona-Warn-App auf

Beitrag zu schneller Unterbrechung von Infektionsketten

Main-Tauber-Kreis.Die Corona-Warn-App der Bundesregierung steht seit Dienstag, 16. Juni, zum Download in den gängigen App-Stores zur Verfügung. Landrat Reinhard Frank und Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug rufen alle Bürger des Main-Tauber-Kreises dazu auf, die Warn-App zu installieren und zu nutzen. Beide haben die App bereits auf ihre Smartphones geladen.

„Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone zum Warnsystem und informiert jeden Nutzer, der Kontakt mit nachweislich Infizierten hatte. Sie schützt damit jeden einzelnen Nutzer und seine Mitmen-schen“, erklärt Landrat Frank. Darüber hinaus schütze die App auch die Privatsphäre, denn sie kenne weder den Namen noch den Standort des Nutzers.

Elisabeth Krug, Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit im Landratsamt, macht deutlich, weshalb die App so wichtig ist: „Überall im öffentlichen Raum begegnen wir anderen Menschen – darunter auch Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sein können und es an andere übertragen.“ Dies könne auch der Fall sein, ohne dass sich beim Überträger Symptome bemerkbar machen. „Dies macht die aktuelle Situation so gefährlich.“

Nach einem positiven Corona-Test geht es für das Gesundheitsamt an die Nachverfolgung der Kontakte. Diese verläuft nicht ohne Lücken. Schließlich können Infizierte unmöglich alle Personen benennen, denen sie begegnet sind. Die Corona-Warn-App kann solche Lücken schließen. Sie erkennt, wenn sich andere Menschen in der Nähe eines Nutzers aufhalten. Und sie benachrichtigt den App-Nutzer, wenn ihr gemeldet worden ist, dass sich einer dieser Menschen nachweislich infiziert hat. „Damit ergänzt die App die analoge Erfassung und hilft so, Infektionsketten zu durchbrechen. Sie hilft, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Nicht als Allheilmittel, aber als wichtiger Beitrag “, sagt Landrat Frank.

Die Corona-Warn-App sollte ihre Nutzer auf allen Wegen begleiten, also sollte das Smartphone jederzeit mitgeführt werden und eingeschaltet sein. Wann immer sich Nutzer begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes aus. Diese geben Aufschluss darüber, mit welchem Abstand und über welche Dauer eine Begegnung stattgefunden hat. Die App speichert alle Zufallscodes, die ein Smartphone sammelt, für 14 Tage, und zwar ausschließlich dezentral auf dem Gerät. Meldet eine betroffene Person über die App freiwillig ihre Infektion, werden ihre eigenen Zufallscodes allen Nutzern zur Verfügung gestellt. Auf deren Smartphones prüft die App, ob unter den Kontakten der letzten 14 Tage der Zufallscode eines Infizierten ist und kritische Kontakte bestanden haben. Wird sie fündig, benachrichtigt sie die Betroffenen und gibt klare Handlungsempfehlungen. Die Benachrichtigten können freiwillig entscheiden, ob sie den Empfehlungen folgen. Ihre Daten sind zu keiner Zeit einsehbar.

Die App ist auf dem eingeschalteten Smartphone aktiv. Sie kennt jedoch weder Namen noch Telefonnummer noch Standort noch E-Mail-Adresse des Nutzers. Dadurch verrät sie niemandem, wer oder wo die Nutzer sind. Der Datenschutz bleibt über die gesamte Nutzungs-dauer und bei allen Funktionen gewahrt. Bei der Entwicklung spielte Transparenz eine große Rolle. Der Quellcode ist offen einsehbar. Externe Experten konnten sich an der Testung und Weiterentwicklung beteiligen; das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit waren und sind eingebunden. lra