Main-Tauber

In der Schalterhalle der Sparkasse Tauberfranken Bäckereien stellen am Donnerstag, 17. Oktober, ihre Produkte bei der Brotprüfung dem kritischen Blick der Jury

Beim Schau-Backen selbst aktiv werden

Die traditionelle Brotprüfung findet am Donnerstag, 17. Oktober, in der Kundenhalle der Sparkasse Tauberfranken in Tauberbischofsheim mit einem Schau-Backen statt.

Tauberbischofsheim. Brot ist nicht gleich Brot. In Deutschland gibt es mehr als 1000 Rezepturen für dieses Lebensmittel. Deutschland ist weltweit Brotland Nummer eins. Auch im Main-Tauber-Kreis ist die Sortenvielfalt groß. Die Bäckereien greifen dabei vornehmlich auf regionale Produkte zurück und achten auf eine qualitativ hochwertige Herstellung.

Wie gut die Brote und Brötchen sind, lassen die Handwerksbetriebe einmal im Jahr bei der Brotprüfung durch eine kompetente Fachjury testen. Diesmal erfolgt der kritische Blick auf sowie die Präsentation der Brote und Brötchen am Donnerstag, 17. Oktober, in der Schalterhalle der Sparkasse Tauberfranken in Tauberbischofsheim.

Als Chef-Organisator der Brotprüfung fungierte zuletzt Roland Rücker, ehemaliger Obermeister der Bäcker-Innung. In diesem Jahr hat diese Aufgabe Daniel Göpfert von der Bäckerei Göpfert in Wertheim übernommen. Zusammen mit Angelika Gold und ihrem Team von der Kreishandwerkerschaft wird er die Vorbereitung und Umsetzung der Veranstaltung übernehmen – und er will es ein bisschen anders machen, damit die Brotprüfung öffentlichkeitswirksamer wird.

„Im vergangenen Jahr fanden nur wenige Leute den Weg in die Kundenhalle der Volksbank Main-Tauber, das war schade“, stellt Daniel Göpfert im Gespräch mit den FN fest. „Es wäre schön, wenn wir unsere tollen Produkte einer breiteren Öffentlichkeit zeigen könnten. Denn schließlich produzieren wir qualitativ hochwertige, auf regionalen Produkten basierende Lebensmittel.“ Doch wie soll man die Brotprüfung für Menschen, die nicht vom Fach sind, attraktiver werden?

Bäckerei-Erlebnis

„Ich habe mir, etwas überlegt, nachdem ich im Freundeskreis darüber gesprochen und mich auch mit jungen Menschen unterhalten habe“, erläutert der junge Bäcker. „Wir wollen die traditionelle Brotprüfung mit einem Bäckerei-Erlebnis verknüpfen und werden deshalb an diesem Tag ein Schau-Backen veranstalten.“ Die Konsumenten könnten so einmal aktiv am Produktionsprozess teilhaben. „Da das Backen eines Brotes zu lange dauern würde, werden wir kleine Hefestückchen backen“, blickt Göpfert voraus.

Am Vormittag wird er mit Grundschülern und Kindergartenkindern backen. Ab 13.30 Uhr kann jeder, der möchte, sein eigenes Hefestückchen herstellen.

Doch damit nicht genug: Unter dem Titel „Spüren – fühlen – sehen“ werden Jute-Säckchen gefüllt mit Lebensmitteln oder Bestandteilen der Produkte einer Bäckerei, vom Brötchen über Brote bis zu Süßwaren, ausliegen. „Hier können die Kinder versuchen, zu erkennen, um welche Stoffe es sich handelt, Das kann von Salz über Kümmel bis zu Zucker und Zimt alles sein.“ Der Besucher soll nicht nur passiv zum Schauen kommen, sondern zum aktiven Mitmachen. „So können wir sicherlich besser zeigen, was und wie vielfältig Brot ist und auf was die Bäckereien bei der Herstellung wert legen“, sagt Daniel Göpfert und hofft auf eine gute Resonanz.