Main-Tauber

Familienbericht

Ausschussmitgliedermelden sich zu Wort

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Alfred Bauch (SPD) fragte an, inwieweit das Jugendamt einbezogen werde, wenn das Schulamt über die Gewährung von Schulbegleitern oder anderen Eingliederungshilfen entscheide. Jugendamtsleiter Martin Frankenstein stellte klar, dass das Jugendamt allein bei Menschen mit seelischer Behinderung zuständig sei. Demgegenüber, so Sozialdezernentin Elisabeth Krug, sei die Eingliederungshilfe für die sonderpädagogische Förderung verantwortlich. Gut klappe es immer dann, wenn eine kleine Gruppe pro Schule zusammenkomme, schwierig stelle sich die Situation bei Einzelnen dar.

Cornelia Wetterich und Diana Bail als Vertreterinnen der Kirchen befürworteten die Einrichtung einer interdisziplinären Frühförderstelle, die gerade für Kindergärten eine große Unterstützung darstellen werde.

Wolfgang Pempe von der Diakonie regte an, sich konkrete Gedanken darüber zu machen, wie das Zusammenspiel von Armut und der Inanspruchnahme von Jugendhilfeangeboten aufgebrochen werden könnte. Auch Elmar Haas (Freie Wähler) sah die Gefahr, dass Alleinerziehende in diese Richtung gehen. Hier sei der Gesetzgeber bei Hilfestellungen gefragt.

Für eine noch intensivere präventive Ausrichtung sprachen sich Werner Fritz für den Paritätischen Wohlfahrtsverband und Ute Schindler-Neidlein (SPD) aus. Matthias Fenger vom Caritasverband riet dringend zu einer Absicherung der Familienzentren.

Sozialdezernentin Elisabeth Krug informierte, dass die Gespräche zur Einrichtung einer Frühförderstelle bereits seit einem Jahr liefen. Man hoffe nun, auf der richtigen Spur zu sein und einen Träger zu finden. Denn ein solches Angebot als interdisziplinäre Klammer fehle im Main-Tauber-Kreis. hvb