Main-Tauber

Corona-Überbrückungshilfe Land Baden-Württemberg verlängert Aufstockung der Bundesförderung von September bis Dezember

Auch kleinere Betriebe profitieren

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Das Land hat die Verlängerung der Aufstockung der Corona-Überbrückungshilfe des Bundes beschlossen. „Damit profitieren auch Unternehmen in unserer Raumschaft“, so der Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Reinhart. Für die zweite Phase der Überbrückungshilfe, die die Fördermonate September bis Dezember 2020 umfasst, wird das Land weiterhin auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1180 Euro pro Monat berücksichtigen und auszahlen.

Noch nicht überwunden

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind noch keineswegs überwunden und treffen gerade die Branchen weiterhin hart, in denen aus Infektionsschutzgründen der Geschäftsbetrieb immer noch erheblich eingeschränkt ist oder komplett still steht“, erklärte Reinhart. Der fiktive Unternehmerlohn schließe eine ganz wesentliche Förderlücke und sichere die Struktur des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg. Er komme insbesondere Soloselbständigen, Freiberuflern und Kleinunternehmen zu Gute.

Bis zehn Beschäftigte

Künftig können auch Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten die volle Förderung von bis zu 50 000 Euro pro Monat erhalten. Außerdem wird die maximale Fixkostenerstattung von 80 Prozent auf 90 Prozent angehoben. Zudem werde die Eintrittsschwelle von 60 auf 50 Prozent Umsatzeinbruch in zwei zusammenhängenden Monaten oder mindestens 30 Prozent im Durchschnitt mehrerer Monate gegenüber dem Vorjahreszeitraum abgesenkt.

Fiktiver Unternehmerlohn

Wie schon bei der Soforthilfe ergänzt das Land die Förderung durch einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1180 Euro pro Monat in Abhängigkeit vom individuellen Umsatzrückgang aus Landesmitteln. Ein fiktiver Unternehmerlohn wird mit Festbeträgen gewährt: 590 Euro bei einem Umsatzeinbruch zwischen 30 und unter 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat; 830 Euro bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und unter 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat; 1180 Euro bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der fiktive Unternehmerlohn kann ebenfalls über die Antragsplattform des Bundes ausschließlich durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte im ersten Antragsschritt beantragt werden.

Jetzt Anträge stellen

Der Bund hat angekündigt, dass Anträge für die zweite Phase ab Oktober 2020 gestellt werden können. Informationen zur Antragstellung und zu den Förderbedingungen für die Überbrückungshilfe Corona finden sich unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. pm