Lokalsport

Kreisliga A3 Hohenlohe Verfolgerduell in Löffelstelzen / FC Creglingen Gast in Tauberrettersheim / Bei der Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern geht es weiter „nur“ um den Klassenerhalt

Harthausen: Jetzt auch dem Spitzenreiter trotzen

Archivartikel

Während sich Spitzenreiter Spvgg. Gammesfeld souverän mit 4:1 gegen die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern behauptete und seinen Vorsprung auf stattliche fünf Punkte ausbaute, leistete sich der bisherige Zweite Mulfingen/Hollenbach II mit dem mageren Unentschieden vor eigenem Publikum gegen den SV Harthausen den nächsten Patzer und musste die SGM Markelsheim/Elpersheim, die den FC Igersheim mit 3:0 abfertigte, an sich vorbeiziehen lassen. Da diese nun spielfrei ist, wird sie den zweiten Platz morgen gleich wieder räumen müssen – es sei denn die Mulfinger spielen im Verfolgerduell in Löffelstelzen unentschieden und der Dritte Blaufelden gewinnt nicht gegen Igersheim. Das Überraschungsteam aus Gammesfeld ist nun Gast beim SV Harthausen, der sich in seiner kurzen Zugehörigkeit zur A3 bereits den Ruf des Favoritenschrecks erworben hat. Stark enttäuscht hat bisher dagegen Pokalviertelfinalist SGM Taubertal/Röttingen, der auch zuletzt beim bis dato sieglosen Schlusslicht in Bieringen mit 0:1 den Kürzeren zog und nun im Taubertal-Klassiker gegen Creglingen wie sein Gast an bessere Zeiten erinnern will und muss. Die Creglinger sorgten allerdings mit ihrem jüngsten 2:0- Derbysieg gegen Niederstetten wenigstens für eine ausgeglichene Bilanz. Nach dem 2:2 gegen Amrichshausen steht dem SC Wiesenbach gegen die DJK Bieringen gleich das nächste Kellerduell ins Haus. Der alleine noch sieglose Remiskönig aus dem Künzelsauer Teilort tritt nun zur für beide Kontrahenten richtungsweisenden Partie in Apfelbach an.

SV Harthausen - Spvgg. Gammesfeld: Aufsteiger SV Harthausen hat sich bereits gewaltig Respekt in der neuen Umgebung verschafft: Das jüngste 1:1 beim Bezirksliga-Absteiger in Mulfingen war nach den Punkteteilungen mit Taubertal/Röttingen und Löffelstelzen/Bad Mergentheim schon das dritte Unentschieden für den Außenseiter gegen einen favorisierten Gegner. Kann das Team von Harald Ott nun morgen auf dem heimischen Waldsportplatz auch den Tabellenführer Gammesfeld ärgern? Die angriffsstarke Landwehr-Truppe ist das Überraschungsteam der jungen Saison, hat einen glänzenden Lauf, bislang lediglich beim 1:1 in Niederstetten Federn gelassen und sich nach sechs Spieltagen schon mit sechs Punkte von der Konkurrenz abgesetzt.

SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim – SGM Mulfingen/Hollenbach II: Neben dem Spitzenreiter ist auch noch die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim ungeschlagen. Dass die Badestädter dennoch nur Rang fünf belegen, ist der Tatsache, dass sie lediglich fünf Spiele absolviert haben, sowie bereits drei Punkteteilungen, geschuldet. Zwei davon gab es zuletzt in den Derbys gegen Apfelbach/Herrenzimmern und beim SV Harthausen. Für ein ambitioniertes Team sind das also eher Punktverluste, könnte man meinen, wäre da nicht das Abschneiden des Bezirksliga-Absteigers aus Mulfingen, der gegen die gleichen Gegner nur insgesamt einen Punkt verbuchte. Das Team, das nun unter dem Namen SGM Mulfingen/Hollenbach II firmiert, blieb bisher hinter den Erwartungen zurück, wird also morgen im Verfolgerduell in Löffelstelzen alle Register ziehen müssen.

TSV Blaufelden – FC Igersheim: Der TSV Blaufelden, den im Vorjahr noch zwei Klassen von den Mulfingern trennten, hat sich als Aufsteiger bereits hervorragend akklimatisiert und ist mit ebenfalls zehn Zählern aus sechs Spielen und 14:10-Treffern punkt- und torgleich mit den Jagsttälern. Am Sonntag musste sich, nach dem FC Creglingen eine Woche zuvor, mit dem FC Phönix Nagelsberg ein weiteres Team aus der Spitzengruppe des Vorjahres, dem Aufsteiger geschlagen geben. In dieser Form ist dem Neuling auch ein Heimsieg gegen den FC Igersheim zuzutrauen, der zuletzt beim Nachbarn in Markelsheim kein Land sah, aber mit seiner ausgeglichenen Gesamtbilanz und sieben Punkten aus fünf Spielen bislang gut leben kann.

SGM Taubertal/Röttingen - FC Creglingen: Wer nach dem 6:0- Kantersieg gegen den SC Amrichshausen vermutet hatte, dass der Knoten bei der SGM Taubertal/Röttingen geplatzt sei, sah sich gewaltig getäuscht: Beim bis dato sieglosen Schlusslicht DJK Bieringen mussten die Unterfranken bereits ihre dritte Niederlage hinnehmen und haben nach sechs Spielen als Tabellenelfter erst fünf Zähler auf dem Konto – nur ein mickriges Pünktchen mehr als das Schlusstrio. Nun kommt der FC Creglingen, der nach zwei Schlappen in Folge, den 2:0-Arbeitssieg gegen Niederstetten feierte. Auch diese Bilanz ist natürlich nicht zufriedenstellend, schließlich hatten sich die „Schwarz-Weißen“ wie ihrer Gastgeber deutlich höhere Ziele gesteckt. Eine Prognose für das Derby in Tauberrettersheim fällt angesichts der fehlenden Konstanz der beiden alten Rivalen extrem schwer.

TV Niederstetten – FC Phönix Nagelsberg: Wie die Unterfranken hat auch Nagelsberg erst fünf Punkte auf der Habenseite, allerdings ein Spiel weniger als diese ausgetragen. Auf dem kleinen Sportplatz am Kocher, der im Vorjahr fast eine uneinnehmbare Festung für Gastmannschaften war, hat die Elf von Witali Baron nach dem Auftaktsieg gegen Bieringen zweimal gepatzt – gegen Igersheim und zuletzt gegen Blaufelden. Auswärts entführte der FC allerdings sowohl in Creglingen, als auch in Elpersheim einen Punkt. Gelingt dies nun auch in Niederstetten, wo sich die Vorbachtäler sieben ihrer acht Punkte sicherten, den Bezirksliga-Absteiger aus Mulfingen geschlagen und Spitzenreiter Gammesfeld ein Remis abgetrotzt haben?

Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern – SC Amrichshausen: Die Spvgg. musste zwar zuletzt beim Tabellenführer die erwartete Niederlage hinnehmen. Mit sieben Punkten steht der Vorletzte der vorigen Saison aber sehr ordentlich da und hat mit dem Remis bei der SGM Löffelstelzen/ Bad Mergentheim und dem Heimsieg gegen Mulfingen/Hollenbach II schon für zwei Überraschungen gesorgt. Trotz dieses guten Starts ist man sich bei der Spielvereinigung darüber im Klaren, dass es auch in dieser Saison in erster Linie um den Klassenerhalt geht. Somit hat das Heimspiel morgen gegen den direkten Konkurrenten aus Amrichshausen richtungsweisenden Charakter. Die Gäste sind als einziger A3- Club noch sieglos, haben sich aber bereits viermal die Punkte geteilt.

SC Wiesenbach – DJK Bieringen: Das Kellerduell des siebten Spieltages findet in Wiesenbach statt, wo das Schlusslicht nach dem ersten Saisonsieg gegen die SGM Taubertal/Röttingen beim zählergleichen Drittletzten nun das erste Mal auch auswärts punkten will. Im Blaufeldener Teilort ist dies sicherlich kein hoffnungsloses Unterfangen für die Jagsttäler – schließlich gingen die Wiesenbacher vor dem jüngsten Unentschieden gegen SC Amrichshausen zuhause schon dreimal leer aus.