Lokalsport

American Wolfpack Das Wolfpack aus Bad Mergentheim feiert nach langer Pause wieder einmal einen Heimsieg

Die Arbeit trägt langsam Früchte

Bad Mergentheim Wolfpack – Neckar Hammers 33:10

(14:0, 7:0, 12:0, 0:10)

Die Punkte für das Wolfpack erzielten: Da’Ronte Smith (12), Terrence Shambry II (6), Niclas Flicker (6), Adam Coronado (6) und Sebastian Ankenbrand (3). Zuschauer: 250.

Mit einem starken Auftritt beendete das Bad Mergentheimer American Football Team Wolfpack seine Hemspiel-Negativserie und besiegte die Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen klar mit 33:10.

Die knapp 250 Footballfans durften sich nach fünf Wochen Pause im Deutschordenstadion über ein touchdownreiches und unterhaltsames Footballspiel freuen. Zunächst war es allerdings die Angriffsformation der Gäste, die den Ball erhielt und sich über 40 Yards nach vorne kämpfte. Dann aber setzte sich die Wolfpack-Defense durch und zwang zum Punt. Beginnend an der eigenen 33 Yard-Linie bewies die Offense der Hausherren schnell, dass sie mit variablem Lauf- und Passspiel gewillt war, das Spiel an sich zu reißen. Dies gelang zunächst recht zügig, bis einige Strafen das Team an die gegnerische 45-Yard-Line zurückwarfen. Ein Screenpass von Quarterback Terrence Shambry II auf Da’Ronte Smith brachte die Erlösung, denn letzterer verwandelte nach weitem Lauf zur 7:0-Führung (Extrapunkt Sebastian Ankenbrand).

Doch damit noch nicht genug. Schnell wurden die Hammers zum zweiten Mal zum Punt gezwungen, den Adam Coronado bis an die gegnerische 35-Yard-Linie zurücktrug. Nach drei Läufen durch Runningback Anton Denis, der an diesem Tag wiederum über 200 Yards laufen sollte, standen die Taubertäler schon wieder in der Redzone und Shambry überwand die letzten zwölf Yards zum 14:0 (Extrapunkt Ankenbrand).

Nach nun beiderseitigem Punt kämpften sich die Schwarzwälder Mitte des zweiten Viertels dann bis 8 Yard vor die Grundlinie vor. Weiteren Raumgewinn ließ die Verteidigungsreihe der Mergentheimer nicht zu und zwang zum Fieldgoalversuch, der jedoch geblockt wurde. Dann war es wiederum Smith, der nach Screenpass von Shambry den Ball über 52 Yards in die Endzone trug (21:0, Extrapunkt durch Ankenbrand).

Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten wiederum die Gastgeber punten. Dies gelang allerdings bis unmittelbar an die gegnerische Endzone, was die Hammers in Zugzwang brachte. So wurde schon im ersten Lauf ein Fumble erzwungen, den Marton Herk 17 Yards vor der Grundlinie sicherte. Im dritten Versuch fing Niclas Flicker den Screenpass von Shambry und überwand nach kurzem Lauf die Endzone. (27:0, Extrapunktversuch misslungen).

Doch es sollte noch dicker kommen für die Schwaben: dieses Mal fing Coronado an der gegnerischen 40-Yard-Linie den Pass des Hammers-Quarterbacks ab (Interception) und trug ihn postwendend über die Goalline (Pick-Six zum 33:0, Extrapunktversuch vergeben).

Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken erlaubte es sich Wolfpack-Headcoach Lukas Grice, den Backupspielern ihre verdiente Einsatzzeit zu geben. Auch hier zeigten sich gute Ansätze, die das Team fast zum nächsten Touchdown führten. Mit einem Quarterback-Sack unterstrich Marty Reaves noch einmal die an diesem Tag wieder geschlossene Leistung der Defense der Wölfe. Punkte gab es jedoch nur noch für die Gäste mit einem Fieldgoal und einem abschließenden Touchdown zum Endstand von 33:10.

„Unsere Arbeit trägt jetzt langsam Früchte“m waren sich die Coaches des Wolfpack nach dem Spiel einig, setzten den Focus aber gleich auf das kommende Auswärtsspiel beim Tabellenführer Tübingen Red Knights, das bereits am nächsten Samstag ansteht. kv