Lokalsport

Schießen Bad Mergentheimer Markus Münig sorgt bei den Deutschen Meisterschaften in München für eine faustdicke Überraschung / Titel geholt

Alle 62 Konkurrenten einfach hinter sich gelassen

Archivartikel

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Markus Münig aus Bad Mergentheim bei den Deutschen Meisterschaften in München Hochbrück, als er in der Disziplin „KK- Liegendkampf Junioren II“ seine 62 Konkurrenten aus der gesamten Bundesrepublik hinter sich ließ und den Titel des Deutschen Meisters mit in seine Heimatstadt holte.

Großes Potential

Dabei blieb der für die DMSG Bad Mergentheim startende Sportschütze, mit 596 Ringen lediglich einen Ring unter dem Deutschen Rekord. In der Disziplin KK-3x20 wollte es noch nicht so richtig klappen, doch mit dem Luftgewehr der Junioren II deutete Markus Münig sein großes Potential an. Denn mit 612,7 Ringen schoss er sich unter den 92 Startern auf einen guten 11. Platz und damit mitten hinein in die deutsche Elite. In seiner Spezialdisziplin „KK- Liegendkampf Junioren II“ trumpfte er aber dann groß auf und feierte in seiner noch recht jungen Karriere als Sportschütze seinen bislang größten sportlichen Erfolg. Die Freude der kleinen Daumen drückenden Delegation aus der Heimat mit Vater Manfred, den beiden Trainern Marco Imhof und Michael Krank und einigen Vereinskameraden war kaum zu bremsen, als Markus Münig vom Sprecher des Verbandes mit den Worten „Platz eins in der Disziplin KK-Liegendkampf Junioren II mit 596 Ringen und somit Deutscher Meister, Markus Münig“ zur offiziellen Siegerehrung angekündigt wurde.

Und irgendwie hatte man das Gefühl er hatte noch gar nicht ganz begriffen, was er da eben geleistet hatte. Klar, dass die frohe Kunde per modernster Kommunikation umgehend in die Heimat gedrungen war, wo im Hause Münig eiligst alles für einen würdigen Empfang des Deutschen Meisters vorbereitet wurde. Als die Bad Mergentheimer Delegation wohl etwas erschöpft aber glücklich am späten Dienstagabend in der Bregenzer Straße 6 eintraf, prasselten von allen Seiten die Glückwünsche auf Markus Münig ein. In Münigs mit Familienangehörigen, Verwandten, Freunden und Vereinskameraden voll besetzten Garten, herrschte so etwas wie Volkfeststimmung. Unter den Gästen auch KOSM Robert Volkert, der die Leistung des jungen Sportschützen würdigte, als wichtigen und positiven Impuls für die Nachwuchsarbeit und das Schützenwesen insgesamt im SK Mergentheim.

Für die beiden Trainer Michael Krank und Marco Imhof, die die Karriere von Markus Münig fast von Anfang an begleiten, kam der Erfolg indeß gar nicht so überraschend. Denn wer den eher ruhigen und zurückhaltenden Sportschützen kannte, so Michael Krank, der wusste auch um seinen Ehrgeiz und seine absolute Zielstrebigkeit, der auch stets selbst nach Verbesserungen suchte, um das „Erfolgspaket“ Markus Münig und Sportgewehr weiter zu perfektionieren. Mit sieben Jahren begann er mit dem Training und verbesserte sich stetig, damals noch ohne große Ambitionen auf sportliche Erfolge. Doch irgendwann kamen sie und der DMSG Nachwuchsschütze schoss sich bei den Meisterschaften zu Titeln im Kreis, dem Bezirk und dem Landesverband. Die Erfolgsgeschichte „Markus Münig“ war nicht mehr aufzuhalten. Es folgten zwangsläufig die Aufnahme in den Landeskader, in das Landesleistungszentrum und im letzten Jahr in den D/C-Kader. Für seine nie nachlassende Zielstrebigkeit und seinen klaren Plan spricht auch die Tastsache, dass er den Familienurlaub einfach sausen ließ, um sich für die DM vorzubereiten. Dies änderte sich auch nicht als er erfahren musste, dass für ihn kein Platz mehr im Vorbereitungslehrgang des Verbandes frei war. Mit seinem Heimtrainer absolvierte er Sonderschichten auf dem DMSG-Schießstand. Dann kam die große Stunde, als am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr die Teilnehmer ihre Sportgeräte auspackten, um die Probeschüsse abzugeben. Und schon da deutete sich an, dass es was werden könnte. Zu absolvieren waren im Wettkampf 60 Schuss in 50 Minuten.

Während Vater Manfred auf der der Zuschauertribüne immer nervöser wurde, schien sein Sohn in sich zu ruhen. Und dann ging es ab wie die Feuerwehr, denn Markus Münig legte ein irrsinniges Tempo vor, beginnend mit zwei Hunderter Serien, was die Konkurrenten ja auch mitbekamen. Nach sage und schreibe nur 30 Minuten und Serien von 99,99,98 und 100 Ringen, hatte er sich mit vier Ringen Vorsprung zum Deutschen Meister geschossen.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten Tom Barbe (Hessen) und Marvin Ott (Bayern). Alles wäre wahrscheinlich aber nicht so gelaufen, meint er, wenn nicht seine Eltern, Marion und Manfred, die DMSG Bad Mergentheim, Michael Krank und Marco Imhof von Beginn die Voraussetzungen für diesen ersten großen Erfolg seiner noch recht kurzen Sportkarriere geschaffen hätten. Michael Krank ist sich sicher, dass Markus den eingeschlagenen Weg kerzengerade weiter gehen wird.. habe