Limbach

FG „Hederschboch Dick Do“ Akteure der Prunksitzung überzeugten ihr Publikum mit Ideenreichtum und Spontanität

Zwerchfell-Alarm im „Hällele“

Archivartikel

Heidersbach.Voll auf ihre Kosten kamen die Besucher der ersten Prunksitzung der FG „Hederschboch Dick Do“ im „Hällele“, denn die Aktiven bestachen von der ersten Minute an durch ihren Ideenreichtum in den zwerchfellerschütternden Reden und Vorträgen ebenso, wie durch Spontanität und Originalität bei den fantasievollen Showauftritten und Tänzen. „Alles bestens“, lautete das Fazit der zufriedenen Gäste, die echtes „Hederschbocher Fastnachtsfeeling“ mit nach Hause nahmen.

Viele kostümierte und gut gelaunte Besucher aus nah und fern, darunter Bürgermeister Thorsten Weber sowie Abordnungen der „Klingemänner“ aus Waldhausen und der „Wulle Wacken“ aus Limbach, begrüßte der spritzig und humorvoll agierende Präsident Volker Noe. Seine launigen Begrüßungsworte machten Lust auf die folgenden kurzweiligen 19 Programmpunkte, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten.

Den Anfang machte das „Dick Do“-Tanzmariechen Milena Sauer, die selbstsicher und ohne Lampenfieber über die Bühne wirbelte. Das Prinzenpaar, Prinzessin Tanja und Prinz Gerald (Burkert), stellte sich daraufhin in originellen Reimen vor und gab im Rahmen seiner Proklamation die Marschrichtung für die tollen Tage aus: Bis Aschermittwoch sollen nur Ausgelassenheit und Freude herrschen. Eine Augenweide war der kernige Marschtanz der „Blauen Garde“. Mit ihrem eleganten Beitrag präsentierten sie den nächsten Hingucker.

Auch in diesem Jahr verlegten Landrat Dr. Achim Brötel und seine bunte Fastnachtstruppe ihre „Generalprobe“ wieder nach Heidersbach. Unter dem Motto: „Es lebe der Sport“ warb der Landrat zusammen mit Peter Fieger und den Walldürner Fastnachtsoriginalen Rita Müller und Gerda Schmitt unterhaltsam für mehr Bewegung, unter anderem auch am (Beamten-)Arbeitsplatz.

Der erste Redner des Abends und somit der „Eisbrecher“ war einmal mehr „Ali, der Mann für alle Fälle“ (Alexander Hemberger), der das Ortsgeschehen glossiert. Es ist schon erstaunlich, was im Jahreslauf so alles passierte und so galten seine Ausführungen dem Kampf mit neuen Technologien, missglückten Flughafentransfers, Christbäumen, die vor Weihnachten schon abgebaut werden müssen und Erlebnissen beim Holz machen im Wald.

Als „Gruppe Luftikus“ zeigte die Montagssportgruppe, wie man mit Luftpumpen mächtig Stimmung machen kann. Mit vollem Körpereinsatz entlockten sie diesen die Töne und das Publikum ging begeistert mit. Ihnen standen die „Schwanentänzer“ des VfB Heidersbach in nichts nach: Mit einer ungeahnten Leichtigkeit schwebten sie nahezu über die Bühne und verzauberten besonders die Damenwelt.

Urkomische Vergleiche

„Erlebnisse einer Oma“ hieß der Beitrag von Antje Grimm. Das „Dick Do“-Urgestein sang dabei ein Loblied auf alle Omas und Opas, die tagein, tagaus für ihre Enkel da sind. Urkomisch waren ihre Vergleiche von früher zu heute oder die Geschichte über Opas Gebiss, welches der Enkel mit in den Kindergarten nimmt.

Mit dem sehenswerten Gardetanz der „Blauen Funken“ ging es schließlich in die Pause. Elegant und synchron zeigten die Mädchen, was sie in den vergangenen Monaten in mühevollen Trainingseinheiten erlernt haben und bestachen durch Perfektion und Ausdruck.

Der zweite Programmteil begann mit dem Auftritt der „Dick Do“-Sänger“ Achim und Udo Rhein, Corinna Riehl, Swen Wolf, Norbert Grimm und Rolf Lonsing, die mit ihren perfekt ausgewählten und grandios gesungenen Liedern für Stimmung in der Bude sorgten. Im Anschluss folgte eine Videobotschaft von Elferrat Ralf Müller, der derzeit mit der Bundeswehr in Afghanistan weilt. Kritisch und hintersinnig waren seine Auseinandersetzungen mit dem Soldatenalltag am Hindukusch.

„De Jones“ (Johannes Hemberger) machte einen Ausflug in die große Welt der Politik, ehe er über die Probleme des Alterns zu seinen Erfahrungen bei einer Amerikareise kam. Sein Vortrag kam bestens an und leitete über zu „Schneewittchens märchenhafter Partnersuche“, in Szene gesetzt vom HKMC. Jede Menge Heidersbacher machten dabei ihre Aufwartung, doch waren der wählerischen Märchenfigur zum Vergnügen des Publikums alle nicht gut genug. Letztendlich gewann ausgerechnet ein Schiedsrichter das Herz der Dame.

Wie üblich war es gegen Mitternacht, als die „Babette“ (Tanja Lutz) mit ihrer für sie typischen Kittelschürze in die Bütt stieg und wie üblich bekam ihr Mann, der Karl, die Leviten gelesen. Ebenso war ihr „Lieblingsopfer“ Pius Hemberger, der alljährlich für die Beamten herhalten muss, Zielscheibe ihrer Ausführungen. Wie immer blieb bei „Babette“ kein Auge trocken.

Den fantasievollen und temporeichen Schlusspunkt der kurzweiligen Fastnachtssause bildete die Showeinlage der „Dick Do-Garden“ mit dem Titel „Liebe auf den zweiten Blick“. Ausdrucksstark und filigran wirbelten sie über die Bühne und setzten dem ausgewogenen Programm die Krone auf. Mit dem Finale, zu dem sich unter dem Klang der „Hederschbocher Fastnachtsschlager“ alle Aktiven nochmals versammelten, endete eine rundum gelungene Prunksitzung, die am kommenden Samstag in gleicher Form nochmals über die Bühne des „Hällele“ gehen wird. von