Limbach

„Schule am Schlossplatz“ Spatenstich für den neuen Erweiterungsbau / Projekt soll bis 2021 fertiggestellt werden / 40-jähriges Bestehen gefeiert

Zum 40. folgt der Erweiterungsbau

Archivartikel

Die „Schule am Schlossplatz“ feierte am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen und den offiziellen Baubeginn zur Gemeinschaftsschule.

Limbach. Als Ergebnis der Schulneustrukturierung 1979 entstand die Nachbarschaftshauptschule der Gemeinden Limbach und Fahrenbach „Schule am Schlossplatz“ in seiner jetzigen Form. Heute, 40 Jahre später, kann die Gemeinde auf eine lange Schulhistorie zurückblicken, die mit dem Baubeginn zur Gemeinschaftsschule fortgesetzt wird.

Zwölf Klassenzimmer

Zum Festakt und Spatenstich begrüßte Bürgermeister Weber den Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk, Georg Nelius (MdL), Alois Gerig (MdB) sowie Landrat Dr. Achim Brötel. Das Nürnberger Architekturbüro Bär-Stadelmann-Stöker entwarf den Neubau, der an die Nordwestseite der Schule angebaut wird. Das Gebäude wird dann zwölf Klassenzimmer, elf Differenzierungsräume, einen Gymnastikraum, die Schulleitung und eine Küche enthalten.

Ebenso werden die Fachräume umgebaut, welche dann zusammen mit der Mensa und dem Lehrerzimmer im Altbau untergebracht werden. Mit den Baumaßnahmen möchte die Gemeinde zeitgemäßes Lernen in einer Gemeinschaftsschule ermöglichen.

Im Jahr 2010 entschieden die Gemeinden Fahrenbach, Limbach und Waldbrunn, die Werkrealschule im Schulverbund zu betreiben. 2015 genehmigte das Regierungspräsidium Karlsruhe die Änderung der Schulform in eine Gemeinschaftsschule. In Zuge dessen sollte das Schulgebäude erweitert werden.

Planungen starteten 2016

2016 begannen die Planungsarbeiten und Verhandlungen mit potenziellen Architekturbüros in nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzungen. Anfang 2018 gab der Gemeinderat grünes Licht für den Bauantrag. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwei Jahre. Wir hoffen, bis zum Schuljahr 2021 fertig zu sein, so Bürgermeister Thorsten Weber.

Die Erdarbeiten, ausgeführt von der Heidelberger Firma Wolff und Müller, sind abgeschlossen, sagte Architekt Rainer Stöker zum Stand der Arbeiten. Höchste Zeit also für die Verantwortlichen, den symbolischen Spatenstich zu tätigen. Mit dem Umbau haben die Schüler die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg, waren sich die Politiker in ihren Grußworten einig. „Daher geben wir alles, um Straßen und Schulen zu fördern“, sagte der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig.

Die Summe von 3,6 Millionen Euro aus dem Schulbauförderprogramm des Landes bezeichnete Bürgermeister Weber als „vernünftig“. Es sei jedoch festzustellen, dass die gemeindlichen Eigenmittel stetig ansteigen. Der Eigenanteil der Gemeinde werde zwischen 2,5 bis 3 Millionen Euro liegen.

Das niedrige Zinsniveau hilft, die Belastung über Jahre verteilt zu ertragen, sagte Minister Peter Hauk. Aber Landrat Achim Brötel pflichtete dem Bürgermeister bei: „Fast elf Millionen Euro Gesamtkosten, das ist ein großes Päckchen für die Gemeinde Limbach. Dass der Gemeinderat mit seinem Vorsitzenden Thorsten Weber so viel Geld in die Hand nimmt, zeigt, welch hohen Stellenwert Schule und Bildung hier tatsächlich haben“. „Es ist auch dringend notwendig, dass wir die Prioritäten so und nicht anders setzen, um im ländlichen Raum zukunftsfähig zu sein“, fügte Brötel an. Nach Abschluss der Baumaßnahmen verfüge die Schule über die modernsten Unterrichtsräume in der Sekundarstufe eins einer Gemeinschaftsschule. So müsse man auch in baulicher Weise neuen Ansprüchen genügen.

Das Schulfest gab den würdigen Rahmen für den Baubeginn. Mit Tanzeinlagen zu „Let’s Dance“ und Musik von „Niveau“ wurde bereits zur Begrüßung für Stimmung gesorgt. Mit dem eigens komponierten Schullied „Unser Schulsong“ gab der Chor auch eine Premiere zum Besten. Die musikalische Leitung haben Ralf Breunig und Ole Schönmarkers inne. Ein buntes Programm aus Theater- und Tanzvorführungen luden auch nach den Grußworten zum Verweilen an der Schule ein.

Konrektorin Sandra Diefenbach sprach ihren Dank an das Lehrerkollegium und an die vielen, originellen und einzigartigen Schüler aus, die das Schulfest mitgestaltet haben. Passend zum Schulfest und Baubeginn steht fortan ein Zitat des „kleinen Prinzen“ für die kommenden zwei Jahre: „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grundstein für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen“.