Limbach

Wagenschwender Ortschaftsrat tagt Nach fast 30-jährigem Einsatz schied Gerhard Schork aus dem örtlichen Gremium aus / Weitere Verabschiedungen

„Wir haben einen ordentlichen Generationenwechsel“

Wagenschwend.Zur letzten Sitzung des amtierenden Wagenschwender Ortschaftsrates freute sich Ortsvorsteher Gerhard Schork besonders, nicht nur alle alten und neuen Gremiumsmitglieder, sondern auch die über 25 Zuhörer, die ihr Interesse an ihrem Heimatort zum Ausdruck brachten, begrüßen zu dürfen. Ein Grund für das hohe Interesse waren mitunter die großen personellen Veränderungen, die bedingt durch die Kommunalwahl im Mai anstanden.

Nach fast 30-jährigem Einsatz im Wagenschwender Ortschaftsrat schied Gerhard Schork nun aus dem örtlichen Gremium aus. Ebenso wird er nach zehn Jahren Amtszeit seinen Posten als Ortsvorsteher weitergeben. Mit Dankesworten an seine Ortschaftsratskollegen reflektierte er die örtlichen Maßnahmen der vergangenen zehn Jahre. Hierbei nannte er beispielsweise die Sanierung der Talstraße, die Erschließung des Baugebietes Krummacker oder die Anlegung eines Urnengrabfeldes sowie die Sanierung des Kriegerdenkmals am Friedhof. Erwähnenswert waren außerdem der Einbau der Schallschutzdecken im Wagenschwender Dorfgemeinschaftshaus, der Neubau des Sportheims und aktuell die Sanierung der Strümpfelbrunner Straße.

Neben Gerhard Schork musste sich das Gremium zusätzlich von drei weiteren Mitgliedern verabschieden. Alfred Müller schied nach 20-jährigem, Siegfried Berger nach 13- und Andreas Kirchgessner nach zehnjährigem Einsatz aus dem Ortschaftsrat aus. Bürgermeister und Ortsvorsteher sprachen den scheidenden Ortschaftsräten ihre Anerkennung aus und dankten ihnen für ihr Engagement für den Ortsteil Wagenschwend.

„Wir haben hier einen ordentlichen Generationenwechsel“, so nannte Bürgermeister Weber die durch die Kommunalwahl bedingten Veränderungen im Wagenschwender Ortschaftsrat. Gleichzeitig stellte er allerdings fest, dass nun zwar viele junge Mitglieder das Gremium auffrischen werden, der Wagenschwender Ortschaftsrat aber auch zuvor schon recht jung gewesen sei.

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wurde daraufhin der alte Ortschaftsrat durch Thorsten Weber aufgelöst und Felix Banschbach, Mirjam Mertes-Schmitt, Stefan Neff, Sebastian Preidl, Adrian Schmitt und Lothar Schmitt konnten feierlich als neue Ortschaftsräte verpflichtet werden.

Als erste Amtshandlung stand der Vorschlag eines potenziellen Ortsvorstehers und dessen Stellvertreter an. Für das Amt des Ortsvorstehers wurde Mirjam Schmitt einstimmig an den Gemeinderat vorgeschlagen. Ebenso einig war sich der neue Ortschaftsrat beim Posten des Stellvertreters, wofür Sebastian Preidl ebenfalls einstimmig vorgeschlagen wurde. Die endgültige Wahl der beiden erfolgt durch den Gemeinderat im Rahmen der Sitzung am 14. Oktober.

Anschließend informierte Gerhard Schork alle Anwesenden über die Sanierung der Strümpfelbrunner Straße, die dieses Jahr noch beendet werden soll. Außerdem merkte er an, dass im Baugebiet Krummacker bis auf zwei private Grundstücke nun alle erschlossenen Bauplätze verkauft sind. Die Erschließung eines neuen Baugebietes darf er nun auf den neuen Ortschafstrat übertragen.

Grüngutplatz ein Thema

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde der Bevölkerung Raum zur Äußerung von Anregungen und Fragen gegeben. Hier war insbesondere das Thema Grüngutplatz von großem Interesse. Laut AWN sollen von den aktuell 60 Grüngutplätzen rund zwei Drittel geschlossen werden. In diesem Zuge würden die auf der Gemarkung liegenden Grüngutplätze in Wagenschwend und Heidersbach geschlossen werden, weshalb man auf den nächstgelegenen Platz in Muckental ausweichen müsse. Dies stieß bei den Anwesenden allerdings auf wenig Verständnis.

Auch wurde die Einrichtung einer Haltestelle für den NEO-Bus in Wagenschwend diskutiert. Hierfür müsste laut den Verantwortlichen ein separater Halteplatz an der L 524 eingerichtet werden, was mit Kosten von etwa 30 000 Euro verbunden wäre. Zur Pflasterung der Leichenhalle werden im Haushalt 2020 ausreichend Mittel eingeplant werden.

Des Weiteren wurde der schlechte Zustand unterschiedlicher Straßen, Rad- und Feldwege, das Aufstellen eines 30er-Zonen-Schildes im Bereich des Limes-Kreuzacker und das Herabsetzen einer Turnstange am neuen Kletterturm des Spielplatzes thematisiert.

Nach der umfangreichen Diskussionsrunde schloss Ortsvorsteher Schork seine letzte Ortschaftsratssitzung mit Dankesworten an seine langjährigen Kollegen, allen Zuhörern und insbesondere auch an Bürgermeister Thorsten Weber und seinem Vorgänger Bruno Stipp.