Limbach

Neue Ultrafiltrationsanlage Fahrenbach und Limbach mussten nach den Problemen im Frühjahr schnell handeln / Zuschlag ging an die Firma Kuhn aus Höpfingen

Trübes Trinkwasser gehört der Vergangenheit an

Archivartikel

Krumbach/Höpfingen.Was war das für eine Aufregung im Oktober 2019: Wegen Eintrübungen und Verunreinigungen im Trinkwasser musste für die Gesamtgemeinde Fahrenbach und Teilbereiche Limbachs ein mehrtägig andauerndes Abkochgebot für das Trinkwasser erlassen werden. Im Februar 2020 musste das Wasser erneut abgekocht werden.

Umgehend Gespräche geführt

Bald war klar, dass man dieses Problem im Wasserwerk in Krumbach nur mittels einer neuen Ultrafiltrationsanlage in den Griff bekommen wird. Umgehend wurden durch den Verbandsvorsitzenden, Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber, Gespräche bezüglich möglicher Fördermittel mit dem Regierungspräsidium aufgenommen. Aus einem bereits laufenden Förderantrag zur Sanierung und Erweiterung des Wasserwerkes in Krumbach sollte eine solche Anlage vorzugsweise behandelt werden.

Die Zusage kam und so konnte das Projekt im Mai des Jahres ausgeschrieben werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Kuhn aus Höpfingen, die diese Anlage samt hydraulischer und maschinentechnischer Ausstattung zu einer Summe von knapper einer Million Euro anbot.

In der Zwischenzeit wurde im übrigen vor Ort für eventuelle Notfälle eine mobile Aufbereitungsanlage der Stadtwerke Buchen bereitgehalten. Diese sollte gegebenenfalls weitere Abkochgebote verhindern, wie Thorsten Weber bemerkte. „Nur gut, dass sie nicht zum Einsatz kommen musste“, so der Verbandsvorsitzende mit dem Dank an die Verantwortlichen der Stadtwerke Buchen für die schnelle Hilfe. Jetzt aber, so der Limbacher Bürgermeister, ist man beim Wasserzweckverband „Oberes Trienztal“ mit der eigenen mobilen Ultrafiltrationsanlage bestens ausgestattet und auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Fünf Monate später in Betrieb

Die Firma Kuhn, vertreten durch Dr. Michael Kuhn, habe gute Arbeit geleistet und auch der kurze Draht von Wasserzweckverband zum Ingenieurbüro Fritz, das für die Planung verantwortlich zeichnete, habe sich bewährt. Sehr zur Freude vom stellvertretenden Verbandsvorsitzenden und Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann und dem Geschäftsführer Werner Schork wurde die mobile Anlage schon fünf Monate nach der Auftragsvergabe in Betrieb genommen. Dies lag auch an den Mitarbeitern der Stadtwerke Mosbach, welche für die Betriebsführung verantwortlich sind. „Für den Wasserzweckverband ist heute ein großer Tag, den man aber leider nur im ,kleinen Rahmen’ feiern kann“, so Weber. Es sei aber wichtig, dass dank der mobilen Ultrafiltrationsanlage keine Eintrübungen und Verunreinigungen dem Wasser aus dem Wasserwerk Krumbach etwas anhaben können. Michael Kuhn von der Höpfinger Firma bedankte sich für den „heimatnahen“ Auftrag. „Es ist schön, dass wir als weltweit tätige Fachfirma für solche Filtrationsanlagen auch mal ,vor der Haustür’ eine solche Anlage installieren konnten“, so der Firmenchef.