Limbach

Im Limbacher Gemeinderat Neues Ruftaxi-Konzept vorgestellt

„Radius wird viel größer“

Limbach.Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung begrüßte Bürgermeister Thorsten Weber Jessica Just und Elmar Brünner vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis. Die beiden Vertreter stellten das neue Ruftaxi-Konzept des Landkreises vor. Bisher war die Gemeinde Limbach an die beiden Linien Dallau – Limbach und Buchen – Limbach – Buchen angeschlossen. 2019 waren das auf diesen Linien 1890 Fahrten und knapp über 75 000 Kilometer.

Mehr Anbindungsmöglichkeiten

Durch das neue Konzept kommen künftig noch einige Linien hinzu. Ziel sei es hierbei, so machte Just deutlich, dass für die Fahrgäste mehr Anbindungsmöglichkeiten entstehen. Ebenso sollen Lösungen für Linien mit niedrigen Abrufquoten gefunden werden.

Für Limbach kommt nun neu die Linie „Blau“, die sich aufteilt in „Dunkelblau“ (Mosbach – Fahrenbach – Waldbrunn), „Hellblau“ (Mosbach – Billigheim – Schefflenz – Elztal) und „Türkis“ (Elztal – Limbach – Mudau – Waldbrunn) hinzu. Für Limbach werden dadurch neue Verbindungsmöglichkeiten nach Eberbach, Mudau, Schefflenz und Waldbrunn geschaffen. Es sind Übergänge zwischen allen Linien möglich.

Hinzu kommt die Linie „Gelb“, die von Osterburken über Buchen und Limbach nach Seckach und zurück nach Osterburken verkehrt. Allerdings passiert diese Linie nur die Ortsteile Scheringen und Heidersbach. Ob man eventuell auch die Gemeinde Limbach hinzunehmen könne, hänge davon ab, ob der eingeplante Zeitpuffer ausreiche. „Der große Vorteil der Linie ,Gelb’ ist, dass wir viele Bahnhöfe anfahren“, erklärte Jessica Just.

Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich derzeit auf jährlich etwa 4000 Euro. Bei dem neuen Konzept gibt es zwei Finanzierungsvarianten: die solidarische oder die einzelne Finanzierung. Der Gemeinderat sprach sich für die solidarische Finanzierung aus, da hier die Kosten zwischen allen Städten und Gemeinden geteilt werden.

„Die Kosten sind jedoch von der tatsächlichen Nutzung abhängig“, betonte Just und fügte an: „Der Radius wird jedoch viel größer“.

Der Start ist voraussichtlich für Ende 2021 geplant und die Kosten fallen erst im Haushalt 2022 an. mg