Limbach

CDU-Kreisvorstand tagte in Heidersbach „Beim Mobilfunkausbau müssen wir dicke Bretter bohren“

Plädoyer für DHBW-Standort Mosbach

Archivartikel

Heidersbach.„Die Haltung der CDU zu unserer DHBW in Mosbach ist klar. Wir stehen uneingeschränkt zum Erhalt der Konkurrenzschutzklausel. Sie ist für unsere DHBW schlicht lebensnotwendig“, leitete der Kreisvorsitzende Markus Haas in die Kreisvorstandssitzung im Gasthaus „Löwen“ am Dienstag ein. Seitens des Kreisverbandes habe man bereits mit der Resolution zur Zukunft der DHBW ein inhaltliches Statement gesetzt. In vielen Gesprächen mit der Bevölkerung werde klar, dass fast jedem im Landkreis das Thema wichtig ist. Mit einer zusätzlichen „Pro DHBW Mosbach“ Aktion wird die CDU sich auch direkt gegenüber der zuständigen Ministerin für das Thema stark machen. „Die DHBW ist nicht nur für Mosbach wichtig, sondern ein wichtiger Faktor für die ganze Region und über die Grenzen des Landkreises hinaus“ fügte Jens Wittmann an.

„Wir haben uns im Neckar-Odenwald-Kreis frühzeitig dem Thema Glasfaserausbau angenommen, jedoch ist der Mobilfunkausbau ein deutlich dickeres Brett, welches wir bohren müssen. Mit Drive-Tests hat der Landkreis eine Vorreiterrolle eingenommen, um zielgerichtet den richtigen Weg zur flächendeckenden Mobilfunkabdeckung zu gehen“, leitete Landrat Dr. Achim Brötel zum Vortrag und der Diskussion mit Johannes Biste von der Wirtschaftsförderung Neckar-Odenwald (Wino) zum Thema Mobilfunk im Neckar-Odenwald-Kreis über.

Tests als Gesprächsbasis

Die Rahmenbedingungen von Land, Bund und EU erschweren den seitens Kommunen und Landkreisen geforderten Mobilfunkausbau. Die vom Landkreis beauftragten flächendeckenden Drive-Tests dienen als Gesprächsbasis für die Verhandlungen mit den Mobilfunkanbietern und als Grundlage für die Verbesserung der Mobilfunkabdeckung.

Aktuell erfolge die Wirtschaftlichkeitsprüfung verschiedener neuer Standorte im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis, um zusammen mit einem der größten Anbieter im Bereich Funkmastbau und -vermietung den Ausbau des gesamten Mobilfunknetzes voranzutreiben. Zudem besteht ein reger Kontakt zu den großen Mobilfunkanbietern, mit dem Ziel hier den Ausbau des jeweils eigenen Netzes zusätzlich voranzutreiben.

„Auch mit den jetzt bereits angedachten Ausbauten ist lediglich ein Drittel unserer Lücken abgedeckt, wir sind also noch lange nicht am Ende, sitzen aber vor allem mit wenig Macht und Einfluss am Gesprächstisch“, fassten Johannes Biste und Landrat Dr. Achim Brötel die Situation zusammen.

„Jeder von uns kennt die Situation, wenn man am Handy schon auf das kommende Funkloch hinweist“, merkte Alois Gerig MdB mit einem Lächeln an. „Aber es bewegt sich etwas und das merkt man auch. Im Gespräch mit vielen Bürgermeistern und Ortsvorstehern hört man, dass die großen Anbieter von sich aus auf die entsprechenden Stellen zugehen“, so der Bundestagsabgeordnete weiter.

„Es ist großartig zu sehen, dass wir als Landkreis hier nach vorne gehen und unsere Zukunft hier auch selbst in die Hand nehmen. Mit diesen vielen Maßnahmen, die koordiniert über die Wino laufen, gehen wir den richtigen Weg um unsere Heimat für die Zukunft zu entwickeln“, lobte der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Mark Fraschka die Arbeit von Biste und seinem Team, sowie die Grundlagen, die der Kreistag dafür geschaffen hat.