Limbach

Gasthaus „Zum Engel“ in Balsbach Wiedereröffnung nach Brand / Agnes Keller und ihr Team bieten einen Abholservice an

Mut und positives Denken nicht verloren

Balsbach.Zuerst Corona und dann im Juli auch noch ein Brand. Für Agnes Keller, Inhaberin von Gasthaus und Pension „Zum Engel“ in Balsbach, und ihr Team kam es 2020 wahrlich knüppeldick. „Sicher das mit Abstand bescheuertste Jahr in der über 100-jährigen Gaststättengeschichte“, bemerkte treffend Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber, als er zusammen mit Balsbachs Ortsvorsteher Andreas Ebert im „Engel“ vorbeischaute, um die offizielle Wiedereröffnung nach dem Brandfall zu begehen.

Keine große Feier

Eine große Feier war das Ganze natürlich nicht, denn für Agnes Keller, ihre Familie und ihr Team ging es ja von der ersten Corona-Pause in die Brandschadenpause – im Juli brannte der Dachstuhl – und von da wieder direkt in den Lockdown.

„Auch wenn wir wegen der Sanierungsarbeiten nach dem Feuer sonntags mal Zeit zu langen Spaziergängen hatten, sind wir doch heilfroh, dass wir endlich wieder für unsere Gäste und Freunde da sein können“ , erklärt deshalb auch Renate Schmitt, die im Normalbetrieb für den Servicebereich zuständig ist, während Agnes Keller die Küche im Griff hat.

Und dass es weitergeht, freut auch den weithin bekannten Senior Oskar Schmitt, der trotz der Rückschläge genau wie seine Töchter den Mut und das positive Denken nicht verloren hat.

Schnell wieder aufmachen

Kurz nach dem Brand Ende Juli, bei dem es wenigstens keinen Personenschaden gab, so Thorsten Weber, war die schnellstmögliche Wiedereröffnung das Ziel aller. „Man ging mit viel Einsatz dran, die Brand- und Wasserschäden zu beseitigen, und so ist die Wiedereröffnung im kleinstmöglichen Rahmen doch ein großer Tag in der Geschichte des Gasthauses Engel“.

Noch steht zwar das Gerüst am Haus und im leider noch nicht benötigten Thekenbereich wird an Kabeln und Schaltern gewerkelt. Die Küche aber, so Agnes Keller, ist fertig.

Die Chefin freut sich auf viele Bestellungen für den Abholservice, den man von Dienstag bis Sonntag von 17 bis 22 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen zusätzlich auch in der Mittagszeit von 11.30 bis 14 Uhr anbietet. „Die ’to-go’-Karte ist umfangreich, so dass für jeden etwas dabei ist“, freuen sich die Schwestern auf viel Arbeit.

Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber überbrachte auch im Namen von Ortsvorsteher Andreas Ebert die besten Grüße zum „Re-Start unter erschwerte Bedingungen“ und wünschte viel zufriedene Kunden.

Denn mittlerweile sei der „Engel“ auch zu einem weithin bekannten Werbeträger für Balsbach geworden. Thorsten Weber beließ es aber nicht bei einem Blumengruß, sondern orderte gleich ein Abholmenü für seine Familie. Sicher war er nicht der einzige, der sich mittlerweile schon auf den Weg nach Balsbach machte, um sich die Gerichte aus der „Engel-Küche“ corona-konform in die eigenen vier Wände zu holen.