Limbach

MGV „Sängerbund“ Limbach Seit September 2019 gemeinsame Singstunden mit dem MGV „Liederkranz“ Trienz

„Kluge Entscheidung getroffen“

Archivartikel

Limbach.Nach der Mitgestaltung eines Gottesdienstes trafen sich die Sänger des MGV „Sängerbund“ Limbach im Hotel „Limbacher Hof“ zur Generalversammlung. Vorsitzender Thomas Kuhn begrüßte dazu auch den ehemaligen Bürgermeister Bruno Stipp, die Vorstandsmitglieder des Kooperationschors aus Trienz sowie den ehemaligen Dirigenten Harald Stephan.

Schriftführer Valentin Knapp blickte auf ein Jahr mit insgesamt 44 Treffen zurück. Zu denen gehörten neben Proben und Ständchen auch Auftritte im Seniorenheim Limbach, beim Weihnachtsmarkt in Fahrenbach, beim Volkstrauertag und bei Sängerfesten. Außerdem waren die Sänger beim Limbacher Straßenfest mit einer Tombola und einem Bücherstand vertreten.

Insgesamt, so Knapp, zählt der Verein 91 passive Mitglieder und 14 aktive Sänger. Und weil Letztere auf Dauer zu wenig sind, wenngleich die Limbacher fleißig – allen voran Vorsitzender Thomas Kuhn – die Probeabende besuchten (88 Prozent), hat man sich zu einer Kooperation mit dem MGV „Liederkranz“ Trienz entschlossen. Am 27. September 2019 fand so gesehen eine „historische“, weil erstmals gemeinsame Singstunde in Trienz statt.

Neuer Chor mit 28 Sängern

Dirigiert wird der neue Chor, der auf 28 Sänger baut, vom jungen Elias Müller, der in die großen Fußstapfen tritt, die Harald Stephan im Sängerbund in 48 Jahren am Dirigentenstab zweifellos hinterlassen hat. „Die Kooperation war eine kluge Entscheidung“, so der Chronist, der dann seine Ortskollegen wie in jedem Jahr mit der Limbacher Bevölkerungsstatistik auf den neusten Stand brachte.

Das tat er schließlich auch im Finanzbereich, weil Valentin Knapp hat beim MGV gleich zwei Posten innehat. Der Verein steht finanziell auf gesunden Beinen, so der Kassier, was auch die Kassenprüfer Fridolin Schulz und Bruno Johmann testierten.

Ein gutes Jahr haben auch die 54 Sänger der Chorgruppe „feelings“ hinter sich. Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte zweifellos das 25-jährige Bestehen, das mit zwei Konzertabenden gefeiert wurde. Zusammen mit dem Partnerchor „Tonspur“ standen 75 Sänger auf der Limbacher Bühne, und die grandiose Band tat ihr übriges, so Irene Radloff. „Bei den ,feelings’ läuft’s“, so lautete ihre Bilanz. Für November bereite man ein „Unplugged“-Konzert in der Limbacher Kirche vor.

Radloff dankte für das harmonische Miteinander und hob die Arbeit von Dirigentin Sabine Kaiser heraus. Elias Müller als Dirigent des MGV „Sängerbund“ und des Kooperationschors dankte in seinem Rückblick für die gute Aufnahme im Chor. Der Wechsel der Probeorte habe sich bewährt. Bei den ersten Auftritten habe sich gezeigt, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde. „Jeder ist mit Eifer dabei, die Proben werden gut besucht und das Repertoire nimmt stetig zu“, so Müller. „Da sollte es doch auch möglich sein, den einen oder anderen jungen Mann für den Gemeinschaftschor zu begeistern“.

Das wünscht sich auch Limbachs Ehrenvorsitzender Linus Throm, der die anstehenden Wahlen einleitete. Für das Sängerbund-Urgestein ein leichter Job, denn alle bisherigen Funktionsträger nickten eifrig bei der Frage, ob sie weitermachen. Dementsprechend gewählt wurden Thomas Kuhn (Vorsitzender), Reiner Hansal (stellvertretender Vorsitzender), Valentin Knapp (Kassier und Schriftführer) sowie Willi Link, Bruno Stipp und Valentin Kern (Beisitzer). Vertreter der passiven Mitglieder bleibt Heinz Herkert. Bruno Johmann und Fridolin Schulz prüfen die Kasse. Klaus Baier kümmert sich um das Notenmaterial. Fahnenträger ist Valentin Kern, begleitet von Hermann und Willi Link.

Thomas Kuhn dankte allen Gewählten für die Bereitschaft, den Chor in Richtung Jubiläumsjahr 2021 zu führen, wenn der Sängerbund sein 150-jähriges Bestehen feiert. Anschließend ehrte Kuhn den Ehrenvorsitzenden Linus Throm für 60 Jahre aktives Singen geehrt. „Du bist eine gute Stütze im ersten Bass, und was du dazu in drei Jahrzehnten als Vorsitzender des Männerchors geleistet hast, ist kaum in Worten auszudrücken“, so Kuhn an die Adresse seines Vorgängers. Eine Urkunde erhielt auch Klaus Baier, der seit 40 Jahren aus dem Tenor nicht wegzudenken ist. Zudem, so Kuhn in seiner Laudatio, kümmert sich Baier seit Jahrzehnten zuverlässig um die Noten. Für die Geehrten dankte Linus Throm, der von einer langen, aber sehr schönen Zeit sprach. Man stehe mit der Kooperation am Anfang einer neuen Epoche, und die „Singgemeinschaft“ sichere vorerst den Fortbestand des MGV.

In die gleiche Kerbe schlug der Trienzer MGV-Vorsitzende August Hasselbach. Er sprach vom richtigen Schritt, von dem beide profitieren, und lobte die gute Harmonie im Umgang miteinander. „Dran bleiben“, gab Thomas Kuhn schließlich als Devise aus. Denn neben den übliche Terminen habe man eine gesangliche Kooperation mit der Werkrealschule auf der Agenda und das große Jubiläum werfe seine Schatten bereits voraus.