Limbach

Ehrungsabend der Gemeinde Limbach Kommunalpolitiker, Sportler und engagierte Bürger ausgezeichnet

Den persönlichen Einsatz gewürdigt

Der sechste Ehrungs- und Anerkennungsabend der Gemeinde Limbach rückte das vielfältige ehrenamtliche Wirken in der Kommune in das Licht der Öffentlichkeit.

Limbach. Die Geehrten stammten aus dem sportlichen, politischen und sozialen Bereich und zeigten die breiten Möglichkeiten, sich aktiv in das Gemeinwesen einzubringen. Bürgermeister Thorsten Weber sprach deshalb ganz offen: „Unsere Gemeinde sollte immer ein offenes Ohr für unsere Vereine haben und diese unterstützen. Scheuen sie sich nicht uns oder mich persönlich anzusprechen.“

17 Blutspender bildeten den Auftakt einer langen Reihe von Ehrungen. Für zehnmaliges Spenden wurden Sabrina Banschbach, Marvin Blassauer, Martin Kispert, Gabriele Ostant, Isolde Pabst, Ralf Schölch, Martin Stephan und Andrea Kinzer geehrt. Die Ehrennadel für 25-maliges Blutspenden erhielten Norbert Blassauer, Elke Helmstätter und Patrick Schell. Die Geehrten für 50-maliges Blutspenden sind Marko Gramlich, Heike Köstler und Werner Herkert und für 75-maliges Blutspenden Eckhard Bier und Jürgen Braach. Das man auch die „100“ im Blutspenden schaffen kann, bewies die Ehrung von Thomas Wollner aus Heidersbach.

„Die Ehrungsleiter ist beim Blutspenden nach oben offen. Sie sind absolute Vorbilder für alle Spender und solche, die es noch werden möchten“, motivierte Weber in seiner Dankesrede. Man spende schließlich ohne Gegenleistung und in dem festen Bewusstsein, dass man selbst auf eine lebensrettende Bluttransfusion angewiesen sein könnte.

Die Kommunalwahlen im Mai führten zu vielen Veränderungen und beendeten die Laufbahn einiger Ortschafts- und Gemeinderäte, aber „der heutige Abend bietet die Möglichkeit für das kommunalpolitische Wirken Dank zu sagen“, so Weber. Nur einige der Maßnahmen in den letzten Jahrzehnten sind der Breitbandausbau in allen Ortsteilen, Erneuerungen an der Grund- und Gemeinschaftsschule und die Erschließung von Baugebieten.

Offiziell verabschiedete der Bürgermeister Theresa Nenninger, Jürgen Zechner und Adrian Schmitt, die aufgrund der Wahlergebnisse ausschieden. Ihr kommunalpolitisches Wirken beendet haben Thomas Heß, Gerhard Schork und Alois Hemberger. Bürgermeister Weber zeichnete die Geehrten für ihr langjähriges Wirken im Ortschaftsrat aus. Er habe die Kommunalpolitiker „als verlässliche Partner in allen Belangen ihres jeweiligen Ortsteils kennen und schätzen gelernt“.

Thomas Heß wurde für 20 Jahre im Ortschaftsrat in Scheringen mit der bronzenen Ehrennadel geehrt. Gerhard Schork war 30 Jahre im Ortschaftsrat von Wagenschwend aktiv und Alois Hemberger sogar über 40 Jahre im Ortschaftsrat von Heidersbach. Beide erhielten die Ehrennadel in Gold. Alle drei Geehrten waren langjährige Ortsvorsteher ihres Heimatorts und prägten dieses entscheidend mit.

Man verbleibe in der Kategorie „am tollsten“, so Weber im Anschluss und lobte die 40 Jahre Gemeinderatsarbeit von Pius Hemberger und Gerhard Noe. Letzterer bleibt dem Gemeinderat weiterhin erhalten. Weber würdigte ihren Einsatz in der Kommunalpolitik mit der Ehrenstele und goldenen Ehrennadel.

Weitere aktiven Gemeinderäte können in diesem Jahr besondere Jubiläen feiern. Alois Johmann wurde für 25 Jahre und Rolf Christ für 20 Jahre geehrt. Zum ersten Mal in die Dutzende ging es für Johanna Baarends, Klaus Brauch-Dylla und Rainer Sauer, die ihr zehnjähriges Jubiläum feiern durften.

Höchstleistungen erbracht

Sportliche Höchstleistungen erfordern entbehrungsreiche Stunden und Durchhaltevermögen. Die Geehrten aus dem sportlichen Bereich brachten all das mit. Markus Allabar wurde Deutscher Meister im Junioren-Bodybuilding und Baden-Württembergischer Meister in der „Classic Physique“ der Amateure. Weber überreichte den Pokal in Gold und beglückwünschte Allabar zu den tollen Erfolgen.

Auch die Sportschützen des SV Diana erzielten wiederholt beste Mannschaftsergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften. Thorsten Dell, Michael Staudt und Tobias Henn erzielten den 2. Platz in der Disziplin Perkussionspistole. Thorsten Dell, Michael Staudt und Rainer Schäfer belegten in der Disziplin Steinschlosspistole den dritten Platz. Auch hier durften alle Sportschützen den Pokal in Gold von Weber entgegennehmen, der die Prognose wagte, sich auch im nächsten Jahr auf der Bühne wiederzusehen. Die C-Jugend des JSV Limbach/Fahrenbach um das Trainerteam von Michael Allabar hat die Meisterschaft 2018/2019 gewonnen. Im letzten Spiel gegen die SG Sattelbach/Lohrbach schafften die Spieler den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga mit insgesamt 32 Punkten und einem Torverhältnis von 76:31.

Menschen mit Herz standen im Mittelpunkt, als es darum ging soziales Engagement zu ehren. Die Ehrenstelen gingen an den ehrenamtlichen Fahrdienst der Gemeinde Limbach und die „Grünen Damen und Herren“. In beiden Organisationen geben die Ehrenamtlichen etwas von ihrer Zeit, um anderen zuzuhören oder zu helfen. Vor fünf Jahren nahm der ehrenamtliche Fahrdienst seine Arbeit auf. Seitdem stieg die Zahl kontinuierlich an und man landete in diesem Jahr bei 415 Fahrten. Für Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität sei der Fahrdienst ein wahrer Segen, sagte Weber. Erich Eckert, Eva-Marie Schorr und Marita Krämer nahmen stellvertretend für die ehrenamtlichen 30 Fahrer die Auszeichnung entgegen.

Die „Grünen Damen und Herren“ ist eine bundesweite Initiative, die seit 50 Jahren hilfebedürftigen Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen helfen und sie besuchen. Auch in Limbach leistet das Team aus 13 Ehrenamtlichen diese Arbeit im Seniorenzentrum Katharina von Hohenstadt. Sie engagieren sich als Gruppen- oder Einzelbetreuer, begleiten zu Gottesdiensten oder unterstützen bei Festlichkeiten. Zum 20-jährigen Bestehen nahmen für das Team stellvertretend Gisela Knüpper und Edith Stephan die Auszeichnung entgegen.

Vom FV Laudenberg vorgeschlagen, folgte die Ehrung des Gründungsmitglieds Richard Schölch. Weber lobte ihn als „ein Mann der Taten, der keine Arbeitsscheu kennt“. In diesem Sinne war Richard Schölch von 1979 bis 1990 langjähriger Vereinskassierer, war erster und zweiter Vorsitzender des Fördervereins und kümmerte sich stets um den Einkauf und die Verpflegung für die zahlreichen Veranstaltungen des FV Laudenberg. Auch außerhalb des Sportplatzes sorgte Schölch für die Vertonung bei Faschnachtsveranstaltungen oder Theateraufführungen und wirkt bis heute tatkräftig an der Organisation des Laudenberger Sportfestes fest. Weber dankte ihm sein großes ehrenamtliches Engagement mit der Überreichung der bronzenen Ehrennadel.

Im FV Laudenberg fand auch Gerhard Noe sein sportliches El Dorado. Als Spieler und Trainer feierte Noe zahlreiche Erfolge und saß von 1985 bis 2005 im Vorstand des Fußballvereins. In diese Zeit fällt der Bau des Trainings- und Festplatzes und die Berieselungsanlage. Der bereits geehrte Kommunalpolitiker ist stets engagiert. Als „Dreirad“ kreist er zwischen dem Ortschaftsrat, Gemeinderat und Kreisrat und ist zudem seit 30 Jahren „auf den Posten als erster Bürgermeisterstellvertreter abonniert“, wie Weber es formulierte. In dieser Position habe er schon einige Bürgermeister überlebt.

Abwechslung sucht und findet Noe als Ehrenmitglied im katholischen Kirchenchor oder führt die Laudenberger Narren bei der Prunkshow durch das Programm. Für sein großes ehrenamtliches Wirken in allen Belangen, verlieh Weber ihm die Ehrennadel in Silber.

Mit Schuhmanns Musikstück „Wichtige Begebenheit“ begann man den Ehrungsabend und verlieh ihm mit den ebenso klassischen Klavierstücken „Invention 1“ von Bach und „Giorni Dispari“ von Einaudi, gespielt von Elias Müller, ein würdiges Ende. Damit leitete der Bürgermeister in einen Stehempfang und regen Austausch mit den Gästen und Geehrten des Abends über.