Limbach

Limbacher Gemeinderat tagte Bürgermeister Thorsten Weber blickte bei Abschlusssitzung auf das abgelaufene Jahr zurück

Anonymer Brief sorgte für Unmut bei den Räten

Archivartikel

Limbach.Wenige Themen mussten noch abgearbeitet werden, bevor man die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres abschließen konnte. Auf der Tagesordnung standen die Aufstellungsbeschlüsse für insgesamt drei Baugebiete in den Ortsteilen Wagenschwend und Limbach.

Die Aufstellung der Bebauungspläne erfolgte nach den Bauvorschriften der Paragrafen zwei und 13b des Baugesetzbuchs. „Seit Oktober versuchen wir nach Möglichkeit, mit 13b die Verfahren auf den Weg zu bringen. Ob das tatsächlich in einen Bebauungsplan mündet, entscheiden wir im neuen Jahr“, sagte Bürgermeister Thorsten Weber.

Der Gemeinderat fasste Aufstellungsbeschlüsse für das Baugebiet „Gottesäcker“ mit dem Teilbereich Nord und Süd und für das Baugebiet „Sandfeld“ in Limbach. Die Kosten betragen jeweils 7500 Euro und sind im Haushaltsplan 2020 eingestellt.

Der Gemeinderat fasste den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Herlesacker“ in Wagenschwend mit geplanten drei Bauplätzen. Die anfallenden Kosten trägt der Verursacher. Bauflächenausweisungen durch die Gemeinde erfolgten auch im Ortsteil Laudenberg. Die entsprechenden Aufstellungsbeschlüsse traf das Gremium in der öffentlichen Sitzung Anfang Dezember.

23 Unterzeichner

Gegen das Vorhaben liegt ein anonymer Brief der Petitionsgemeinschaft „Kaigewann“ mit 23 Unterzeichnern vor. Die im Brief genannten Vorwürfe wies der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung entschieden zurück. Gerhard Noe, der zusammen mit Weber den Petitionsbrief ansprach, plädierte dafür, ein Aufklärungsgespräch mit den beteiligten Bürgern zu suchen. Bürgermeister Weber bezog Stellung: „Die Petition tritt sehr anonym auf, ohne Anschrift. Das erschwert die Kontaktaufnahme“.

Im Brief stünden unwahre und haltlose Vorwürfe an die Kommunalpolitik, die man nicht unkommentiert stehenlassen dürfe, so der Konsens im Gremium. Anonyme Briefe müssten normalerweise „im Papierkorb landen“, so Gemeinderat Rolf Christ. Bürgermeister Weber unterstützte den Vorschlag, ein Gespräch zu suchen.

Im März findet die Klausur des Gemeinderates statt. Weber schlug vor über anstehende Investitionen, Kindergartenbetreuung und interkommunale Zusammenarbeit zu beraten. Der Bürgermeister gab außerdem bekannt, dass im Kindergarten in Krumbach, voraussichtlich ab April, eine altersgemischte Gruppe mit zehn Ü3-Plätzen und fünf U3-Plätzen eingerichtet wird.

„Jahr wie im Flug vergangen“

Danach ließ der Bürgermeister die vergangenen zwölf Monate in einem Jahresrückblick Revue passieren. „Wir stellen fest, dass schon wieder ein Jahr wie im Flug vergangen ist“. Weber untermalte die Feststellung mithilfe von Daten und Fakten. Bei 114 Tagesordnungspunkten verbrachte das Gremium fast 24 Stunden mit intensiver Gemeinderatsarbeit. Hinzu kamen fast zehn Stunden aus nicht-öffentlichen Sitzungen.

Die getroffenen Entscheidungen in der Kommunalpolitik machten sich bemerkbar. In den Ortsteilen Limbach, Krumbach und Heidersbach wurde die Erschließung von Wohngebieten vorangebracht. Die Gemeinde Limbach kann 41 Baugesuche und 13 gemeindliche Bauplatzverkäufe vermelden. Das Jahresende wurde begleitet von weiteren Aufstellungsbeschlüssen für Baugebiete in Balsbach, Wagenschwend und Laudenberg.

Auch für die gewerbliche Entwicklung stellte der Gemeinderat im April die Weichen mit dem Aufstellungsbeschluss zum Gewerbegebiet „Hilbertsfeld“.

Umfangreiche Baumaßnahmen

Im Frühjahr leitete man umfangreiche Baumaßnahmen ein. Dies machte sich im Haushaltsplan bemerkbar, der mit einem Rekordinvestitionsvolumen verabschiedet wurde. Die Sanierung der Strümpfelbrunner Straße in Wagenschwend konnte bereits abgeschlossen werden und erhielt kürzlich ihre Schlussdecke.

Die Tiefbauarbeiten im Falken- und Spechtweg, die Feuerwehrneubauten in Krumbach und Limbach biegen im neuen Jahr auf die Zielgeraden ein.

Großprojekte wie die Realisierung der Kurzzeitpflegeeinrichtung der Caritas in Heidersbach und der Um- und Erweiterungsbau der Schule am Schlossplatz sollen im neuen Jahr ein erfolgreiches Ende nehmen.

„Kleine Dinge“

Die Planungen für die Gemeinschaftsschule seien übrigens das bestimmende Thema in der Verwaltung und man tue alles, um die Kostengrenze von zehn Millionen nicht zu stark zu überschreiten, so Weber. Sorgen machte man sich in diesem Jahr auch über das Sankt Clara-Kloster in Balsbach. Zumindest ein Abriss sei „aktuell vom Tisch“.

Auch die kleinen Dinge hätten im Jahresverlauf viel bewegt, sagte Weber und verwies auf den neuen Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in Limbach, die hohe Ausbildungsbereitschaft bei den Mitgliedern der Feuerwehrabteilungen und auf zahlreiche Vereinsjubiläen.

Nicht zuletzt, war das scheidende Jahr durch die Kommunalwahlen geprägt. Die Gremien wurden neu zusammengesetzt, aber was weiterhin gelte, sei ein konstruktives Miteinander, um die Gemeinde Limbach voranzubringen, appellierte Weber.