Limbach

Einkaufsservice des Jugendraums Heidersbach Rund 60 Einkaufsfahrten für ältere Mitbürger und Angehörige erledigt

An jedem Wochenende im Einsatz für Mitmenschen

Heidersbach.Knapp drei Monate waren sie im Einsatz und haben dabei rund 60 Einkaufsfahrten absolviert, um ältere Mitbürger und Angehörige von Risikogruppen vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Die Rede ist von den Mitgliedern des Heidersbacher Jugendraums, die angesichts der sinkenden Fallzahlen und der fortschreitenden Lockerungen ihren Service nun beenden. Da die Jugendlichen zu Beginn der Aktion festgelegt hatten, alle Einnahmen aus Fahrtkosten, Trinkgeldern und sonstigen Spenden jeweils zur Hälfte an die örtlichen Gasthäuser „Zum Löwen“ und „Pizzeria Ferraros“ zu spenden, erfolgte dieser Tage die Übergabe.

Geld gesammelt

Knapp 300 Euro sind im Laufe der Zeit zusammengekommen, die Kevin Lutz schließlich an Gerald Grimm vom Gasthaus „Löwen“ und Mario Ferraro von der Pizzeria „Farraros“ überreichte. Beide freuten sich über die außergewöhnliche Unterstützung und stellten den ehrenamtlichen Fahrern ein kleines Dankeschön in essbarer Form in Aussicht.

„Seit Ende März waren wir an jedem Wochenende im Einsatz, um die angemeldeten Fahrten zu absolvieren und die teils umfangreichen Einkaufslisten abzuarbeiten“, erklärt Kevin Lutz, Sprecher der Gruppe. Die Auftraggeber kamen dabei aus Heidersbach, Scheringen und Limbach. Die meisten Fahrten erfolgten im April und Anfang Mai und die höchste Einsatzzahl waren sieben Fahrten an einem Samstag. Sieben Fahrer standen bereit, auf die sich die Einsätze und Wochenenden verteilten. „Wir haben die Fahrten gerne gemacht und es war schön zu sehen, wie dankbar die Leute waren“, erklärten alle Beteiligten unisono.

Verlässlichkeit gelobt

„Die Jugend wird ja oft gescholten, aber gerade in diesen unwirklichen Zeiten hat sich gezeigt, dass man sich auf die Jugendlichen des Jugendraums jederzeit voll verlassen kann.

Ansteckungsgefahr minimiert

Mit ihrem Einkaufsservice haben sie dazu beigetragen, die Ansteckungsgefahr mit dem tückischen Virus gerade bei der älteren Bevölkerung deutlich zu minimieren. Und sie unterstützen mit der Spende ihres Spritgeldes und ihrer Trinkgelder eine stark von Krise geplagte Branche, die Gastronomie und hier heute speziell die örtlichen Gasthäuser. Das verdient noch ein zusätzliches, ganz dickes Lob“, freute sich Bürgermeister Thorsten Weber.

Den Dankesworten schloss sich Ortsvorsteher Werner Gellner gerne an und merkte an, dass die Jugendlichen mit ihrer vorbildlichen Aktion in die Fußstapfen ihrer Eltern und Großeltern treten, denn: „Immer galt und gilt es, in Hederschboch zusammenzuhalten und so einiges auf den Weg zu bringen“. von