Leserbrief

Leserbrief Zu „Praxen schlagen Alarm“ (FN, 24. März)

Zahnärzte sind „Weltmeister der Hygiene“

Uns Zahnärzten ist schon seit mehr als 100 Jahren klar, dass in unseren Praxen ein erhebliches Infektionsrisiko für unsere Patienten, aber auch für uns selbst und unsere Mitarbeiter besteht.

Wir sind es gewohnt, mit diesem Risiko zu leben und sind daher – wie andere medizinische Berufsgruppen uns immer wieder bestätigen – zu „Weltmeistern in Hygiene“ geworden.

Diese Hygienemaßnahmen, die übrigens von den zuständigen Behörden äußerst scharf überprüft werden, haben dazu geführt, dass keine einzige Epidemie der letzten Jahre und Jahrzehnte in irgendeiner erkennbaren Form von Zahnarztpraxen beeinflusst oder verstärkt wurde.

Durch flächendeckenden Einsatz von Desinfektionsmitteln, systematische Sterilisation und den Einsatz von Schutzmitteln (Mundschutz, Handschuhe, Schutzkleidung) werden alle nur denkbaren Vorkehrungen gegen Infektionen getroffen.

Die zweifellos vorhandene Gefahr einer Tröpfcheninfektion durch Aerosole, die bei der Behandlung auftreten können, wird in allen Praxen durch extrem effektive Absauganlagen drastisch reduziert.

Immer wieder wird auf das Problem der möglicherweise nicht mehr ausreichend vorhandenen Schutzmaterialien hingewiesen: Im Regelfall werden diese Dinge in den Praxen in großer Menge bereitgehalten, schon allein deswegen, weil der Kauf in „Großgebinden“ allemal wirtschaftlicher ist. Eventuelle Lieferengpässe werden sich in den Griff bekommen lassen – das sehen Sie beispielsweise schon daran, dass mittlerweile wieder in einzelnen Geschäften Toilettenpapier erhältlich ist.

Fazit: Nehmen Sie auch in schwieriger Zeit die Hilfe Ihrer Zahnärzte in Anspruch, wenn Sie sie benötigen – schließlich sind wir „Weltmeister in Hygiene“.