Leserbrief

Leserbrief Zu „In der Gesellschaft muss sich was ändern“ ( FN, 15. September)

„Wo bleibt der Weitblick der Politik in Stadt und Land?“

Selten ist so deutlich der Finger in die Wunde gelegt worden: Der Klimawandel kommt und ist unumkehrbar. Die Forstwirtschaft hat schon immer in langen Zeiträumen gedacht.

Diese langfristige Art zu denken und zu planen wünsche ich mir auch für die Politik in Stadt und Land. „Klimakanzlerin“ und Umweltkabinett sind richtige Ansätze, wenn der Einfluss der tausend Lobbyisten nicht wäre.

Die Gesellschaft stottert auch in der persönlichen Einsicht mit eine Verhaltensänderung.

In den öffentlichen Erklärungen unserer drei gewählten Vertreter in Bundes- und Landtag scheinen Klimawandel und langfristige Konsequenzen keine Rolle zu spielen. Digitalisierung, Straßenbau, Wirtschaftsförderung und so weiter sind alles wichtige Themen für die nahe und mittelfristige Zukunft.

Aber: haben alle in Land, Kreis und Stadt darüber nachgedacht, welche Zukunft sie ihren Kindern und Enkelkindern hinterlassen werden? Wer hat eine Vision für das Leben im Kreis für 2037? Die AfD als Klimawandel-Leugnerin schließe ich aus. Weiter wie bisher ist Versagen. Warum entwirft Bundeswirtschaftsminister Altmaier ein Konzept Wirtschaft und Ökologie und nicht die CDU-Landtagsfraktion in Stuttgart? Fehlen im „Musterländle“ die bürgerlichen Visionäre? Warum hat der Kreistag bisher kein Umweltkonzept entwickelt, der das Energiekonzept vervollständigt? Warum erarbeiten Stadt und Gemeinderat nicht ein Umweltkonzept mit einer Vision 2037? Wo sind die Bürger, die politisch erklären „Wir tragen Verantwortung für die Zukunft unserer Enkelkinder!“?

Wie viele fangen beim eigenen Verhalten an? Ich will nicht den Umweltnotstand ausrufen; das ist eine Farce. Handeln ist gefragt. Wenn nicht die Volksvertreter, dann müssen die Bürger tätig werden auf zwei Wegen: Schreibt nach Berlin und Stuttgart. Zum anderen: Ich lade alle Leser ein, mir Ideen zu einem Umweltkonzept für die Stadt zu zusenden unter frankschwartz@outlook.de . Packen wir es endlich ernsthaft an. Ach ja: es gibt in 2021 Landtagswahlen und zum Glück „old“ Kretschmann.