Leserbrief

Leserbrief Zu „Wacht auf, solange es nicht zu spät ist“ (FN, 29. Februar)

„Volksverhetzende Ausdrucksweise“

Archivartikel

Am Samstag verfolgte ich die Bundesliga. Unterbrechung in Dortmund, ein Banner gegen Dietmar Hopp, dann in Hoffenheim, übrigens mit dem einzig richtigen Verhalten der Spieler und Verantwortlichen der Clubs, wie ich fand. Im Abendspiel noch einmal, zuvor in Gladbach. Hetze, Beleidigungen, Beschimpfungen in offener Form sind für mich so nicht mehr nachvollziehbar. Anscheinend gibt es eine Kultur, die jede Grenze des respektvollen Umgangs in der Gesellschaft weit überschreitet. In solch einer massiven, ekelhaften, menschenverachtenden Form habe ich dies so noch nicht erlebt.

Wo kommen diese Strömungen her? Der abfällige Sprachgebrauch in den letzten Jahren zeigt eindeutig den Weg auf. Wenn eine Partei, diese Tendenzen fördert und anfeuert, und mag dies auch nur unterschwellig sein, ist es nicht zu verdenken, dass dies jetzt Einzug in alle Bereiche hält.

Was muss denn noch passieren, bevor wir einer neuen Welle des Hasses in unserem Land entgegensehen?

Wieviele Brände/Anschläge/ Morde muss es noch geben, bevor man merkt, dass die Alternative gar keine Alternative ist, sondern nur eine demokratische Unterwanderung der BRD? Mir reicht die heuchlerische, volksverhetzende Ausdrucksweise, der populistische Umgang mit allen Themen, die für alle demokratisch denkenden Menschen beschämend sein dürfte.

Beschämend trifft auch das Gefühl, wie ich mich am Samstag gefühlt habe. Wer die Bilder in Hoffenheim gesehen hat, kann hier keine zwei Meinungen dazu haben.

Ich möchte aber hier und jetzt alle vernünftig demokratischen Menschen aufrütteln und ermahnen gegen solche Strömungen offen vorzugehen.