Leserbrief

Leserbrief Zum kleinen Jubiläum "Ein Jahr Südumgehung"

Verkehrsflächen teilen

Es ist erfreulich, dass die autogeplagten Anwohner an den ehemaligen Bundesstraßen wieder besser durchatmen können. Die schweren Brummer nehmen zum Glück fast alle die Südumgehung. Der massive Eingriff in die Landschaft in der Au und am Kitzberg fordert aber viel mehr Gegenleistung. Die Fußgänger warten immer noch überlang an den Ampeln und für die Fahrradfahrer ist es nicht ungefährlich sich auf den überbreiten Straßen zu bewegen. Die Autofahrer haben eine neue Straße bekommen, nur für sich, schon aus diesem Grund müssen sie die innerörtlichen Verkehrsflächen teilen, mit Fußgängern und Fahrradfahrern.

Wie viel Hektar mögen frei werden, wenn die Straßenquerschnitte zurückbaut, angemessen für den Kurzstreckenverkehr? Das Stadtbild rund um den Altstadtkern kann enorm attraktiv werden, wenn man den Asphaltpisten zu Leibe rückt.

Nehmen wir die Kapuzinerkreuzung. Wozu braucht man künftig noch Abbiegespuren und Ampeln? Es besteht die Chance, den früheren Stadteingang Kapuzinertor wieder erkennbar zu machen. Eigentlich ist es schon recht spät für eine Planung. Sinnvoller wäre es gewesen, man macht sich erst eine Vorstellung davon, was man innerörtlich für Vorteile bekommt, bevor man sich festlegt, dass man eine Umgehungsstraße braucht.

Jetzt ist es allerdings allerhöchste Zeit und unsere Stadt kann einiges gewinnen. Die Zeiten, da die Stadtplanung ihr Augenmerk ausschließlich auf den Autoverkehr gerichtet hat, sind zum Glück lange vorbei.