Leserbrief

Leserbrief Zu den unterschiedlichen, regionalen Benzinpreisen an Tankstellen

Preisgestaltung ist oft nicht plausibel nachvollziehbar

Immer wieder liest und hört man von illegalen Preisabsprachen. Bleiben diese unentdeckt, so führt dies zu höheren Profiten der Unternehmen, leider zu Lasten der Verbraucher.

Daneben gibt es noch die legalen Preisabsprachen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Preisbindung für Bücher und Medikamente. Mir stellt sich die Frage, worunter eigentlich die Preisgestaltung an den Tankstellen zählt. Handelt es sich hier ebenso wie bei deren Zulieferer, der OPEC, um ein legales Kartell? Fast könnte man es glauben. Wie sonst könnten diese so einmütig ihre Preise rauf und runter bewegen. Dies ohne die geringste Bewegung des Rohölpreises.

Hinzu kommen die willkürlichen regionalen Unterschiede. Ein heimischer Anbieter, der im Raum Würzburg seine Produkte regelmäßig zu Tiefstpreisen anbietet, zeigt sich im Main-Tauber-Kreis weniger kundenfreundlich. Je näher man dem "Lieblichen Taubertal" kommt, umso höher die Treibstoffpreise.

Spitzenwerte werden regelmäßig im Umpfertal erreicht. Hier spürt man, trotz unterschiedlicher Betreiber, deutlich die Zugehörigkeit beider Tankstellen zum gleichen Mutterkonzern. Ihr Preisniveau ist nahezu identisch mit dem der Autobahntankstelle "Ob der Tauber" West. Was eigentlich ungewöhnlich ist. Vermutlich wäre nicht nur ich über eine plausible Erklärung für diese Preisgestaltung dankbar. Schließlich gibt man doch gerne mehr, wenn es für einen guten Zweck ist.

Ein bisschen Vertrauen in den mündigen Kunden wäre hier angebracht.