Leserbrief

Leserbrief Zu "Best-Ager beim Komatrinken spitze" (FN 7. 9.)

Langjährige Abhängigkeit

In Ihrem Artikel vom 7. September 2017 schreiben Sie über das Problem Komatrinken bei den über 50-Jährigen und über eine Zunahme dieser Personengruppe.

Unter Komatrinken verstehen wir eine bewusste Herbeiführung einer hohen Alkoholkonzentration um den Erlebniswert des Rausches zu steigern.

Dies trifft bei den Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr nur auf einen geringen Teil zu.

Nach Rücksprache mit der AOK bezieht sich die Statistik überwiegend auf Versicherte die sich zum körperlichen Entzug beziehungsweise aufgrund von alkoholbedingten Folgeschäden ins Krankenhaus haben einweisen lassen. Das sind in den meisten Fällen Patienten die über mehrere Jahre, beziehungsweise Jahrzehnte eine Abhängigkeitserkrankung entwickelt haben und sich häufig freiwillig in stationäre Behandlung begeben. Die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung ist ein langwieriger Prozess und nicht ein bewusst herbeigeführter Zustand.

Der Entschluss zur stationären Behandlung ist einer der wichtigsten ersten Schritte den "Teufelskreis Sucht" zu durchbrechen und hat hohen Respekt verdient.