Leserbrief

Leserbrief Zu "Museum zu kostbar für Sparmaßnahmen"

Kein Sparwille vorhanden

Sehr geehrte Herren der SPD,

auch ich schätze die Arbeit des Museumsdirektors, Herrn Dr. Paczkowski, sehr. Er hat für Wertheim sehr viel getan. Aber er war für Wertheim eine Nummer zu groß. Solche Kräfte können sich nur Großstädte leisten.

Darum ist es nicht mehr als richtig, wenn jetzt diese Einrichtung auf ein normales, für Wertheim angemessenes, Maß zurückgeführt wird. Vergleichen Sie andere auch historische Städte unserer Größenordnung, da wird sogar noch mit ehrenamtlichen Kräften gearbeitet.

Immerhin beträgt der Zuschuss beim Grafschaftsmuseum 309 000 Euro. Ebenso fördert die Stadt den Tourismus nochmals mit 360 000 Euro. Und das bei einer Gesamtverschuldung der Stadt von 31,8 Millionen Euro.

Rechnet man die Eigengesellschaften (Stadtwerke, Wohnbau u. a.) mit 27,2 Millionen Euro hinzu, kommt man in 2014 auf über 59 Millionen Euro Gesamtverschuldung. Das sind pro Einwohner 2629 Euro. Und die Schulden steigen weiter. Bei Inkrafttreten der Schuldenbremse in 2020 ist dann jeglicher Finanzierungsspielraum verbraucht.

In Kreuzwertheim und Marktheidenfeld steigt die Gewerbesteuer. Bei uns stagniert sie seit Jahren, oder geht sogar zurück. Das sollten Sie mal zur Kenntnis nehmen.

Lasst die Kirche im Dorf, es gibt wichtigere Einrichtungen. Oder wollen Sie bei den Kindergärten sparen? Jetzt wurde vom Gemeinderat weitsichtig entschieden.