Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief „Moment der Geborgenheit und Wärme“ (FN, 5. Dezember)

Jedes Wesen in Not hat Recht auf Hilfe

Der Leserbrief von Gabriele Hofmann vom 5. Dezember hat mich und sicher noch zahlreiche weitere Leser sehr berührt. Frau Hofmann und ein anderer Autofahrer zeigten Mitgefühl mit einem leidenden Mitgeschöpf und schauten nicht einfach weg. Sie holten eine angefahrene Katze, die noch Lebenszeichen zeigte, von der Fahrbahn und brachten sie auf dem Gehweg in Sicherheit.

Dabei haben sie vorschriftsmäßig gehandelt, nach dem Anhalten den Warnblinker aktiviert und die Polizei gerufen. Diese Vorgehensweise kann man in den Kommentaren des Bußgeldkatalogs 2018 als völlig korrekt nachlesen.

Der Leserbrief von Herrn Krug, den er als Reaktion auf diese Rettungsmaßnahme schrieb, bedarf noch weiterer ergänzender Informationen und Korrekturen: Lassen Fahrer eine verletzte Katze, die sie angefahren haben, einfach liegen, ist das Tatbestand der Tierquälerei und kann nach dem Tierschutzgesetz mit Bußgeld belegt werden. Dies betrifft den Fahrer, der in Lauda einfach weiterfuhr.

Das Kennzeichnen von Haustieren hat nichts mit der Katzensteuer zu tun und begründet diese auch nicht. Verantwortungsbewusste Tierbesitzer lassen ihren Freigänger bei der Kastration tätowieren oder chippen. So kann ein aufgefundenes Tier schneller seinem Besitzer zugeordnet und zurückgebracht werden.

Auch Wohnungskatzen finden gelegentlich den Weg ins Freie, man sollte sie ebenfalls kennzeichnen. Tierarztkosten für verunfallte Tiere, deren Besitzer nicht feststeht, trägt der Tierschutzverein. Dem Finder entstehen keine Kosten, wenn er das Tier in eine Tierarztpraxis bringt.

Beim Stehen im Stau kann man den Motor abstellen. Neuere Fahrzeuge haben dafür eine eigene Automatik, um die Umwelt zu schonen.

Ich danke Frau Hofmann und dem unbekannten Autofahrer, die beide dem Tier ein schreckliches Ende auf der Straße erspart haben. Leider hat die Katze es nicht geschafft. Aber in ihren letzten Minuten wurde sie gestreichelt und beruhigt. Sie musste nicht einsam sterben. Das Mitgefühl mit allen Geschöpfen macht den Menschen erst wirklich zum Menschen. (Zitat von Albert Schweitzer)