Leserbrief

Leserbrief Zum Creglinger Klosterwald und Landschaften voller Windräder

"Ich würde Strafanzeige erstatten"

Zehn Windräder im Klosterwald sind eine politische Missgeburt! Zu dieser Erkenntnis muss man kommen, wenn man den Verlauf der Ereignisse, Tagungen, Aussagen und Leserbriefe durchleuchtet.

Auf einer Fahrt vor kurzem nach Tübingen wollte ich einmal die Windräder zählen, die Grün-Rot außerhalb des Taubertales gebaut hat. Ein vergebliches Unterfangen. Es hat sich nichts geändert, kein einziges Windrad steht zwischen Stuttgart und Tübingen. Dafür aber dichtbebaute Gewerbegebiete und da wurde es mir klar: Hier kann man gar keine Windräder bauen, weil der gesamte Raum bewohnt ist, besiedelt (gewerblich und privat). Die schönen großen Wälder muss man unbeschädigt lassen, da sonst die Bevölkerung auf die Barrikaden geht (Feinstaub, Lärm und Co.).

Uns Bürgern im "Lieblichen Taubertal" wird immer das Märchen vom Wind erzählt: Windhöfigkeit ist sein Name. Wer's glaubt, wird seelig. Messen wäre realer, als ein dubioser Windatlas. Unser Landrat hat es aber erhört, mit ihm die Kreisräte, die Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte und so sind halt bei uns über 80 "Spargeldiamanten" entstanden und es sollen nochmals so viele gebaut werden, immer höher werdend.

In ganz Baden-Württemberg stehen 400 Räder. Mündige Bürger haben sich in Bürgerinitiativen formiert, die sich gegen die Veränderungen ihres Lebensraumes wehren. Völlig zurecht bei einem so unausgegorenen Rezept namens "Energiewende", das in dieser Art gar nicht funktionieren kann. Wir können immer noch nicht den regenerativ erzeugten Strom speichern.

Dazu die absurde Idee Windräder im Biotop-Wald zu bauen, unser Verbündeter in Sachen CO2-Vernichtung. Diese Grünen sind auch nicht mehr grün.

Wie ist das nun mit der Verblendung, meine Herren Stadträte Brunotte und Tuschhoff in Bad Mergentheim, und kann der Landrat es mit seinem Amtseid vereinen, Vorsitzender des Tourismusverbandes "Liebliches Taubertal" und gleichzeitig die Lokomotive für Erneuerbare-Energie-Windräder zu sein?

Windräder und "Liebliches Taubertal": Das passt wie Feuer und Wasser. Was ist, wenn die Fans nicht mehr kommen?

Der Regionalverband Heilbronn-Franken hat sich auch blamiert. In einer Presseinfo wurde gesagt, dass man im Raum Creglingen 120 Windräder erstellen kann und in einem Beschluss der Verbandsversammlung wurden alle berechtigten Tatsachen der verschiedensten Einsender als unwesentlich erklärt, die aber den Klosterwald als Biotop darstellen. Vertrauenserweckend ist diese Infoart nicht.

Zu den Aussagen meiner bisherigen Leserbriefe stehe ich nach wie vor. Übrigens: Reifere Creglinger Bürger werden dies wissen. Der Creglinger Pferdesportverein durfte mit seinen Pferden nicht durch den Klosterwald reiten. Entsprechende Verbotsschilder waren aufgestellt.

Vor einiger Zeit musste ich zu einer Beerdigung nach Bad Kreuznach fahren. Schlagartig änderte sich die Landschaft als ich Rheinland-Pfalz erreichte. Auf jedem Hügel, wohin ich blickte, standen Windräder, in unterschiedlicher Höhe. So was hatte ich noch nie gesehen. Es war ein richtiger Totschlag-Eindruck. Ich war zutiefst erschüttert. Erbärmlich, was sich da Menschen geleistet haben.

Auf der Rückfahrt war schönes Wetter, Sonnenschein und alle Windräder drehten sich nicht - Windstille. Und dann sehen sie große Holztafeln und lesen: "Sie befinden sich im Wonnegau"! Urlauben kann man in diesen Regionen nicht mehr - ich würde vielmehr Strafanzeige erstatten.