Leserbrief

Leserbrief Zu "Bushaltestelle bleibt, wo sie ist" (FN, 23. März)

"Gründe für den Antrag sind Parkplatzmangel und Lärm"

Entsetzt mussten wir feststellen, dass im Artikel ein völlig falsches Bild zum Grund der Antragsstellung "Verlegung der Bushaltstelle am Ortseingang Gissigheim" entstanden ist. Wir sind nicht ausländerfeindlich. Der Antrag auf Verlegung der Haltestelle wird von uns schon seit Jahren gestellt. Gründe hierfür sind der Parkplatzmangel und der Lärm. Dieses Ansinnen wurde jedoch nie in die Gemeinderatssitzung gebracht.

Da die Bushaltestelle direkt neben dem Haus liegt, ist es gerade morgens zwischen 7.30 und 9 Uhr sehr laut. Da im besagten Haus auch Menschen leben, die in Spät- beziehungsweise Nachtschicht arbeiten, ist vor allem im Sommer an Schlaf nicht mehr zu denken. Es wurden auch schon mehrfach Steine und Müll in den Garten des Privatgrundstücks geworfen und Blumen im Vorgarten zerstört. Des Weiteren ist direkt neben der Bushaltestelle auch ein Balkon. Wie oft haben wir erlebt, dass Wartende ungeniert auf den Balkon oder ins Fenster gestarrt haben.

Ein weiterer Grund für die Ablehnung war, dass die Sicherheit der Kinder angeblich gefährdet wäre. Gerade die Einheimischen rasen selbst an der Bushaltestelle mit definitiv mehr als 50 km/h vorbei, fahren zu schnell an stehenden Bussen vorbei und falsch in die Einbahnstraße. Außerdem ist die Stelle sehr unübersichtlich durch parkende Autos.

Da im Haus auch Kinder leben, wurde das schon oft dem Landratsamt und der Gemeinde gemeldet. Bisher hat es niemanden interessiert. Deshalb ist die Frage wohl berechtigt, wo der Unterschied liegt, an welcher Stelle die Autos rasen. Weiter außerhalb ist es wenigstens übersichtlich.

Einige Mütter beschwerten sich, dass ihre Kinder aus dem Neubaugebiet an einer unsicheren Stelle die Straße überqueren müssten. Dazu folgender Kommentar: Nur die Bushaltestelle am Haus - nicht die gegenüber.

Dass sich Eltern gegen die Verlegung der Bushaltestelle aussprechen kann auch folgenden Grund haben: Die Haltestelle wäre dann genau gegenüber der Container-Unterkunft. Vielleicht ist es nur nicht gewollt, dass die Kinder in der Nähe der Asylbewerber auf den Bus warten müssen. Darüber sollten sich mal Gedanken gemacht werden.